Katze und Baby

© Markus Walti / pixelio.de

Als ich schwanger war, stellte ich mir unweigerlich die Frage, wie sich unsere Haustiere mit dem neuen Familienmitglied enragieren. Wie bereits in meinem Beitrag Baby und Hund beschrieben, machte ich mir bei unserem Hund keine Sorgen. Wohl aber bei unserem Kater. Zwar hatte ich immer Haustiere, doch noch keine Katze.

Expertenstimmen

Wie auch bei Hunden sollte die Katze schon vor der Ankunft des Nachwuchses mit den neuen Regeln vertraut gemacht werden, die mit einem Baby im Haus zwangsläufig aufgestellt werden müssen. Es ist wichtig, damit bereits während der Schwangerschaft zu beginnen, damit negative Änderungen nicht mit dem Baby in Verbindung gebracht werden. Kinderbett und/ oder Kinderzimmer sollen frühzeitig für die Katze tabu sein, der Platz auf dem Schoß bereits vorher von etwas anderem besetzt werden und Schmuse- und Spielzeiten anderweitig eingebracht.
Gefragt ist vor allem Konsequenz.

Ist das Baby erst da, kann die erste Annäherung über den Geruch stattfinden. Die Katze sollte das Neugeborene beschnuppern und beobachten dürfen.
Aber auch hier gilt eine wichtige Regel: Das Baby darf mit der Katze niemals alleine gelassen werden! Auch wenn die Katze dem Baby nichts Böses will, kann es doch passieren, dass sie sich auf es legt und ihm die Luft nimmt.

Im Großen und Ganzen muss eine Katze genauso auf den Nachwuchs vorbereitet werden, wie auch ein Hund. Folgende Regeln aus meinem Hundebeitrag gelten also auch hier:

  • Die Aufmerksamkeit darf nicht nur dem Baby gelten
  • Katzen und Kinder brauchen Regeln
  • Das Baby nicht mit der Katze alleine lassen

Unsere Ausgangssituation

Nachdem unser Söhnchen über mehr als ein Jahr nicht locker ließ, sich keine Katze zu wünschen, erfüllten wir ihm vor zwei Jahren diesen Wunsch. Er bekam ein kleines Kätzchen, das sich wunderbar bei uns einlebte. Wir haben einen Schmusekater erwischt, einen Sommerkater und ein überhaupt sehr liebes Tier.
In vielen Dingen ist eine Katze gar nicht viel anders als ein Hund. Ich behandele ihn auch nicht anders und er geht sogar mit spazieren. Aber einen grundlegenden Unterschied gibt es: Katzen sind hartnäckiger. Kaum stand das Babybett, machte es sich der Kater darin bequem. Da es bisher allerdings keinen Platz gab, an dem er nicht liegen durfte, sah er nicht ein, sich daraus vertreiben zu lassen.

Konsequenz und Einsehen

Immer und immer wieder legte sich der Kater in das Babybett; immer und immer wieder holten wir ihn heraus und brachten ihn zu unserem Sohn ins Zimmer. Aber er hörte einfach nicht auf – allem Anschein nach fand er das Bett zu bequem.
Ein Einsehen hatte er erst, als das Baby da war. Zuerst war er skeptisch, musterte und beschnupperte unser Töchterchen und erwies sich als äußerst interessiert. Allerdings merkte er nun auch: Das Bett war für das Baby gedacht. Ein paar Mal vertrieben und das Baby hineingelegt, und schon hatte er es endlich verstanden – sicher auch der eigenen Bequemlichkeit wegen. Neben einem zappelnden Säugling lässt es sich einfach nicht gut schlafen.
Mittlerweile hat er sich mit unseren Töchterchen angefreundet. Irgendwann begann er sich während des Stillens seinen Platz neben mir zu suchen und fand ihn in Reichweite meiner freien Hand auf der Sofalehne. Und auch nachts nutzte er plötzlich die Gelegenheit. Ich schaltete das Licht ein und der Kater kam und legte sich während des Stillens dazu.
Der Platz auf meinem Schoß, war übrigens nie ein Problem. Den gab er von selbst auf, als unsere Tochter ihm schon im Bauch diverse Stöße versetzte.

Das beste Zeichen, dass auch der Kater das Baby gerne hat, ist: er legt sich nun auch neben sie. Da unser Töchterchen eigentlich immer im selben Raum mit einem von uns ist, ist das kein Problem.

Quellen:

Catplu.de: Katze und Baby
Kiner.de: Baby – Kazte – Hund

Das große GU Praxishandbuch Katzen von Gerd Ludwig
ISBN: 987-3-7742-7373-3

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Ein Kommentar zu “Katze und Baby

  1. Pingback: Lebendige Kuscheltiere – oder: Wie Haustiere und Kinder miteinander umgehen sollten | moechtegernsbabytagebuch

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