Jedes Mal wieder kommen mir die Tränen: Gedanken zu den Kindermorden

Jetzt ist es wieder passiert: ich sitze vor den Nachrichten und fange an zu weinen. Das ist leider keine Seltenheit. Oft will ich mir Nachrichten gar nicht ansehen, oft meide ich sie. Bilder vom Krieg gehen mir immer zu sehr an die Nieren, Wirtschaftkram interessiert mich kaum. Und dann bin ich mit irgendetwas beschäftigt, habe den Fernseher nebenher laufen, vergesse die Zeit und plötzlich kommt sie, die verstörenden Nachricht, die mich zum Weinen bringt.

Dieses Mal war es Massaker in den USA, ein Massaker an Kindern! Und auch jetzt, wo ich nur darüber nachdenke, steigen mir die Tränen wieder in die Augen. Ich erinnere mich an Bilder von weinenden Eltern, von entsetzten Kindern. Eines davon trug ein Pillow Pet unter dem Arm, das gleiche, das auch im Bett meines Sohnes liegt. Und unweigerlich stellt sich mir wieder die Frage: Wie kann ein Mensch so etwas tun?

Ich habe schon viele Berichte gesehen, in denen versucht wurde so etwas zu Erklären. Es wurde versucht zu erklären, weswegen Jugendliche zur Waffe greifen und ihre Mitschüler erschießen. Es wurde versucht zu erklären, weswegen ein Mensch seine eigenen Kinder umbringt. Niemand kann es erklären, niemand weiß wirklich, was im Kopf eines solchen Menschen vorgeht. Und deswegen wird es niemand voraussehen können. Es werden wieder Kinder sterben, von der Hand derer, denen sie doch am meisten vertrauen können sollten.

Jedes Mal, wenn ich etwas Derartiges lese oder sehe, muss ich meine eigenen Kinder fest in die Arme schließen und meinem Sohn erklären, weswegen ich weine.

Nachtrag

Ganz zufällig bin ich über ein Gedicht gestolpert, das sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzt; und aus dem gleichen Anlass:
Kinder sind die Zukunft

Nachrichten

14.12.2012: 28 Tote bei Schießerei an US-Grundschule (Frankfurter Rundschau)
23.11.2012: Vater gesteht Mord an Frau und Kindern (Frankfurter Rundschau)
14.11.2012: Mutter tötet vor dem Unfall ihre Kinder (Frankfurter Rundschau)
04.08.2012: Wohnungsbrand in Dortmund – Kinder fielen Verbrechen zum Opfer (Spiegel Online)
15.06.2012: Vater tötet drei Söhne und eine Tochter (Spiegel Online)
27.05.2012: Gewalt in Syrien – Massaker an Kindern schockiert die Welt (Spiegel Online)
19.06.2009: Babyleichen in Kühltruhe – Mutter zu acht Jahren Haft verurteilt (Spiegel Online)
30.09.2008: Mutter erstickt ihr neugeborenes Kind (Frankfurter Rundschau)
08.04.2008: Tote Babys im Blumenkasten – „Wenn wir andere Tatsachen hätten, würde die Beurteilung anders ausfallen“ (Spiegel Online)
24.08.2005: Mutter der verhungerten Jessica will gestehen (Spiegel Online)

Hinweis: Ich habe keinen der Artikel gelesen. Allein die Überschriften setzten mir schon genug zu. Man möge mir also verzeihen, wenn einer von ihnen das eigentliche Thema verfehlt. Genauso ist die Liste sicherlich unvollständig.

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Ein Kommentar zu “Jedes Mal wieder kommen mir die Tränen: Gedanken zu den Kindermorden

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