Warum Kinder Musik so lieben – oder: Musik und Babys Entwicklung

Vierhändig am Klavir

Vierhändig @ RainerSturm / pixelio.de

Kinder lieben Musik – so die allgemeine Aussage. Auf meine Kinder trifft das auch zu, ganz besonders auf Töchterchen. Sie hat Freude daran, mitzusingen, mitztanten und mitzuklatschen. In dem Alter war auch Söhnchen ähnlich. Der einzige Unterschied war, er hat nie mitgesungen.
Nach allem, was ich aber bisher über Kinder und Musik gelesen habe, scheint es nicht nur meinen Kindern so zu gehen.

Expertentimmen

Schon im Mutterleib werden Kinder mit Rhythmen konfrontiert: Mit dem immerwährenden und regelmäßigen Herzschlägen der Mutter und deren gleichmäßigen Atemzügen. Aber auch Gesang und Musik können sie ab einer bestimmten Entwicklungsstufe bereits wahrnehmen.
Nach der Geburt wirkt Wiegen und Gesang bekannter Stimmen beruhigend auf das Baby. Es gibt ihm Sicherheit, die Nähe der Bezugsperson zu spüren und zu hören. Dazu kommt, dass die Kleinsten an der Stimmlage der Eltern bereits deren Stimmung und die Sprachmelodie der eigenen Muttersprache erkennen, noch bevor sie die ersten Worte verstehen.

Weil Kinder Musik lieben gibt es zahlreiche Studien zur Förderung durch Musik. Sie belegen: Musik wirkt sich positiv auf die Entwicklung von Kindern aus. Wachsen Kinder mit Musik auf, sollen sie schneller Laufen und sprechen lernen und im späteren Leben Mathematik besser verstehen.
Zudem macht Musik nachweißlich glücklich.

Musik überall und (fast) immer

Ich habe in meinen Musik-Beiträgen ja schon öfter auf die Musikliebe meiner Kinder hingewiesen. Den Studien zum Trotz: Beim Sprechen hat die Musik Töchterchen bisher eher nicht geholfen. Aber zumindest ist sie so flott auf den Beinen, wie kaum ein Kind mit eineinhalb Jahren.
Töchterchen rennt mit ihrem Musikschaf durch die Gegend, Söhnchen rennt hinterher und stellt die Lieder ein, die ihm besonders gut gefallen. Wenn beide anfangen zu tanzen oder Töchterchen plötzlich mitsingt, finde ich das einfach herrlich!

Manchmal bleibt sie fasziniert stehen, wenn Musik irgendwoher kommt. Da muss nur mal etwas sehr Rhythmisches aus dem Fernseher dröhnen – sei es das Intro einer Serie, das sie kennt, oder Trommelmusik aus dem Radio – schon steht sie daneben, schaut und lauscht fasziniert.
Auch mein Computer muss für solcherlei Faszination herhalten. Spielt dort ein Lied, das auch auf ihrem Musikschaf residiert, strahlt Töchterchen bis über beide Ohren und rennt sofort los, um mit ihrem Schaf zu kuscheln oder zu tanzen.

Welche Lieder sie jedoch mag, richtet sich ganz nach ihrem Gemütszustand. Ist sie zum Beispiel bereits müde, kommt es nicht in Frage ihr eines ihrer Schlaflieder zu singen solange sie noch nicht in ihrem Bett sitzt. Dann wird sie ganz schnell nörgelig. Töchterchen will ja schließlich noch nicht schlafen.
Ebenso muss es ein Lied sein, dass sie nicht mit Schlafen in Verbindung bringt, wenn sie sich weh getan hat und ich sie ablenken möchte.

Hoch im Kurs ist auch alles, was Lärm macht. Da wird mit Metall auf Metall und mit dem Löffel auf die Schale gehauen; Hauptsache schön laut. Nur die entsprechenden Spielzeuge dazu werden ignoriert. Wer braucht schon Trommeln, wenn man Besteck und Töpfe hat?
Am Ende haben jedoch zumindest die Kinder ihren Spaß daran. Allen voran Töchterchen.

Fazit

Ich liebe Musik. Wenn ich etwas immer dabei habe, dann meinen mp3-Player. Meinen Kindern scheint eine Liebe zur Musik ebenfalls in die Wiege gelegt zu sein. Während es schon seit ein paar Jahren Söhnchens Wunsch ist, Schlagzeug zu spielen, entwickelt sich auch Töchterchen sehr musikalisch. Ja, alle Kinder seien mit einer Musikalität geboren, heißt es. Aber freuen sich alle Eltern so sehr über die Musikliebe ihrer Kinder, wie ich? Ich weiß es nicht.

Egal, ob Musik, schlau, sozial oder meinetwegen auch schön machen soll, eines steht fest: meinen Kindern soll es nicht an Musik fehlen – vorausgesetzt, sie wollen es so.

Quellen:

Familie.de: Musik fördert Babys Entwicklung

Familie.de: Babys brauchen Musik

Eltern.de: Singen macht glücklich, fit und schlau

Spiegel.de: Hirnforschung – Musik verbessert das Hörvermögen langfristig

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