Lebendige Kuscheltiere – oder: Wie Haustiere und Kinder miteinander umgehen sollten

Sowohl mein Mann, als auch ich, sind mit Haustieren aufgewachsen. So ergab es sich, dass wir bereits vor unserem Sohn zwei Hunde hatten. Mittlerweile besteht unsere Haustierkonstellation aus einem Hund und zwei Katzen; ganz zur Freude der Kinder.
Mit der Frage, wie Haustiere auf die Ankunft eines Babys vorbereitet werden sollten, habe ich mich schon in meinen Beiträgen „Baby und Hund“ und „Katze und Baby“ beschäftigt. Aber damit ist die Arbeit noch nicht getan, Kinder und Haustiere müssen auch im weiteren Leben gut miteinander auskommen.

Expertenstimmen

Thematisiert werden von Experten vornehmlich zwei Bereiche: Hygiene und Verhalten der Kinder den Tieren gegenüber.

Allgemein ist belegt: ein Kind profitiert von einem Haustier. Es bringt Wohlbefinden, stärkt die Immunabwehr, beugt Allergien vor und kann der beste Freund des Kindes sein. Ab einem gewissen Alter können Kinder im Umgang mit Haustieren auch lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Kurzum, ein Haustier zu haben, hat viele Vorteile.
Bei den Nachteilen fallen vor allem Krankheiten und Verletzungen ins Gewicht.

Hygiene

Tiere können Krankheiten einschleppen, die auch dem Menschen gefährlich werden können. Haustiere sollten deswegen regelmäßig geimpft und entwurmen werden. Ebenso müssen sie vor Parasietenbefall wie Flöhe und Zecken geschützt werden.
In die Tiefe gehen sollte man hier im Expertenwissen jedoch nicht. Krankheiten sind ein zu diffuses Thema, zu dem auch allerhand ärztliches Fachwissen gehört, um eine richtige Diagnose aufzustellen. Hält man sich an die gängigen Regeln der Hygiene im Umgang mit Haustieren, sollte nichts passieren.
Tipps zur Hygiene für diverse Haustiere gibt es zum Beispiel bei http://www.kinder-und-tiere.de/.

Verhalten

Falsches Verhalten gegenüber einem Tier kann Verletzungen nach sich ziehen. Das gilt nicht nur für fremde Haustiere, sondern auch für die eigenen. Das muss den Eltern und vor allem auch den Kindern bewusst sein: wird ein Tier geärgert kann es sich zur Wehr setzten.
Im Verhalten ist gegenseitiger Respekt gefordert und hin und wieder ein klares „Nein“ für die Kinder. Auch hier ist es wichtig, Tieren und Kindern die Grenzen zu zeigen. Genauso, wie das Kinderbett tabu für den Hund sein kann, ist es das Hundekörbchen für die Kinder.

Einfache Grundregeln sind:

  • nicht ärgern
  • nicht schlagen oder treten
  • beim Fressen in Ruhe lassen
  • nicht das Spielzeug klauen
  • das Tier in Ruhe lassen, wenn es sich zurückzieht

Sehr schöne Verhaltensregeln für Hunde und Katzen gibt es auf http://www.haustierratgeber.de.

Unsere Kuscheltiere

Wir haben die liebsten Haustiere der Welt, zumindest nach meinem Empfinden. Unsere alte Hündin lässt sich viel gefallen, vor allem in meinem Beisein. Aber weswegen auch nicht? Es gibt immer wieder Käse, Kekse und andere Leckereien, die sie von Töchterchen zugesteckt bekommt und auch beim Spazierengehen macht es ihr nichts aus, von Töchterchen an die Leine genommen zu werden. Alles lässt unsere Hündin wunderbar über sich ergehen.
Im Gegenzug weiß sie aber auch, dass sie sich verziehen darf, wenn Töchterchen sie zu sehr nervt und dass dem kleinen Mädchen auch Einhalt geboten wird. Jedem Hauen, jedem Schwanz ziehen oder sonstigem Ärgern wurde von Anfang an sofort Einhalt geboten. So hat Töchterchen schnell gelernt einen Hund in Ruhe zu lassen, der nicht mit ihr spielt oder sich nicht von ihr füttern lässt.

Unsere beiden Katzen sind noch einmal ein Sonderfall. Beide sind gerade ein Jahr alt und kamen mit 13 Wochen zu uns in den Haushalt – nachdem der Vorgängerkater leider die Begegnung mit einem motorisierten Fahrzeug nicht überlebt hatte.
War der Vorgängerkater dem Baby gegenüber eher skeptisch eingestellt, sind unsere beiden jetzigen Katzen mit Töchterchen aufgewachsen. Sie kuscheln sich an Töchterchen an, lassen sich streicheln und sogar durch die Gegend schleppen. Auch sie haben einen Platz, ganz oben auf dem Schrank, an den sie sich zurückziehen können und wo sie niemand stört. Als Freigänger haben sie noch dazu die Möglichkeit die Wohnung gänzlich zu verlassen.
Schneller – und leider für Töchterchen auch lustiger – auf der Flucht vor Ärgerspielchen, hat sie auch hier schnell einsehen müssen, dass sie nicht alles darf. Statt die Katzen mit einem Holzschwert zu jagen, bot unsere selbstgebaute Katzenangel eine ebenso lustige Spiel-Alternative.

Fazit

Sagte ich es nicht schon? Wir haben die liebsten Haustiere der Welt!

Aber einmal davon abgesehen, dass die Kinder den richtigen Umgang mit unseren Haustieren lernen, mit der Hygiene werde ich es nie übertreiben. Unsere Tiere werden regelmäßig geimpft und entwurmt. Auch die Chemiekeule gegen Zecken kommt bei uns jeden Frühling wieder zum Einsatz, da weniger agressive Methoden bisher einfach nicht helfen wollten.

Was ich aber für übertrieben halte, sind Dinge wie Händewaschen, nachdem man ein Tier gestreichelt hat oder nicht mit dem Gesicht in das Fell hineinkuscheln. Das habe ich selbst mein Leben lang getan. Auch habe ich schon oft genug Hundeschnauzen und -zungen im Gesicht gehabt – und ich lebe noch.
Auf alles achten zu wollen, halte ich ohnehin für ein Ding der Unmöglichkeit. Denn mal ehrlich: auch wenn manche Mütter es versuchen, man kann nicht immer alles im Blick haben. Schon gar nicht alle Kinder und alle Haustiere. Dann sollen sie lieber ein paar Bakterien sammeln und ein gutes Immunsystem entwickeln.

Quellen

baby-und-familie.de: Schmusen mit Hund, Katze und Co.: Hygiene beachten

Kinder und Tiere – Informationen für Eltern und Lehrkräfte:

Haustierratgeber:

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3 Kommentare zu “Lebendige Kuscheltiere – oder: Wie Haustiere und Kinder miteinander umgehen sollten

  1. Es sieht auch richtig harmonisch aus. Meine Jungs sind auch mit einem Golden Retriever aufgewachsen, der holte mich immer, wenn einer nur anfing zu weinen.Das konnte er irgendwie nicht ertragen. Für Kinder ist mit Tieren aufzuwachsen eine einzigartige Erfahrung.

    • Ja, das denke ich auch 🙂 Leider weiß ich mittlerweile, dass es mit dem Übernehmen von Verantwortung (in teilen) für die Tiere nicht ganz so einfach ist. Aber vielleicht sind meine ja noch zu klein dafür.

  2. Aber sei mal ehrlich, das fällt uns Erwachsenen mit vielen Dingen selbst noch schwer (mir zumindest) 😉

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