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Schnappschuss: Selbstportrait

So etwas kommt dabei heraus, wenn das Kleinkind darauf besteht, die Kamera falschherum zu halten 😉

Selbsportrait eines Kleinkindes

Selbsportrait eines Kleinkindes

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Mein schlechtes Gewissen – oder: Man kann nicht alles richtig machen

Rettungswagen

Rind @ Uschi Dreiucker, Fleich @ Peter Smola / pixelio.de

An so manchen Stellen, wenn es hier in meinem Blog um das Thema Ernährung ging, habe ich bereits erwähnt, dass ich Vegetariern bin. Ich bin Vegetariern aus Überzeugung. Kein Tier sollte Leiden müssen, nur damit ich billig ein Schnitzel oder ähnliches Essen kann. Oft finde ich allein die Vorstellung etwas zu essen, dass nicht einmal erwachsen war, einfach widerlich. Bei der Erwähnung von Lammfleisch muss ich mich jedes Mal schütteln.

Nun ist es aber so, dass ich meinen Kindern die Entscheidung nicht aufzwinge. Ich koche vegetarisch, reichere ein oder zwei Mal die Woche die Gerichte mit Tofu- oder Sojaprodukten an und mache meinen Kindern auch Wurstbrote, wenn sie sie haben wollen. Fleisch selbst aber koche ich nicht, das übernimmt – wenn überhaupt – mein Mann.

Es ist aber nichteinmal der Konflikt zwischen Fleisch und kein-Fleisch, der mir aufstößt. Söhnchen weiß, dass ich kein Fleisch esse, er weiß auch warum. Und weswegen ich seine geliebte Gelbwurst über unseren Bio-Lieferanten bestelle. Wenn schon, dann wenigstens Schweine, die sich glücklich im Schlamm suhlen durften, bis sie getötet wurden.
Ich bin auch zufrieden damit, dass meine Kinder vielfach meinen veggi-Fleischersatz lieber mögen, als das echte Fleisch. Trotzdem, dieser innerliche Konflikt ist viel weittragender und gibt mir bei so vielem ein schlechtes Gewissen.

Abbildungen glücklicher Tiere

In Spielzeugläden, Buchhandlungen und Fernsehsendungen stapeln sich Szenen von Bauernhöfe. Man kann sich viele grüne Weiden ansehen, mit glückliche Kühen, glücklichen Schafen, glücklichen Hühnern und so weiter. Es ist immer ein Hund auf dem Hof und vielleicht eine Hand voll Katzen. Aber macht man sich mal im realen Leben auf die Suche nach diesen glücklichen Kühen, sieht es schon wieder ganz anders aus. Unser Städtchen hat so etwas nicht. Echte Kühe kennt Töchterchen nur aus diversen Medien. Mit Mühe habe ich in unserer Umgebung eine kleine Koppel mit einem Pferd und einem Pony ausfindig gemacht; in einem Schrebergarten steht noch ein einzelnes Schaf. Aber ob das glücklich ist?
In keinem der Bücher, die mir untergekommen sind, wird auch nur ansatzweise erwähnt, dass die Tiere getötet werden, damit man sie essen kann. Häufig wissen die Kinder nichteinmal, dass sie tote Tiere essen. Nicht alle Eltern sind so ehrlich zu ihrem Nachwuchs, wie ich es bin. Dazu kommt, Töchterchen versteht das alles ohnehin noch nicht.

Bilderbücher von Massentierhaltungen will aber sicherlich niemand haben; selbst ich nicht. Es will auch niemand wissen, dass Kühe nur Milch geben, wenn sie ein Kalb gehabt haben – das auch getötet wird. Schließlich kann man das ja auch essen.

Da lobe ich mir zumindest die Bücher von Astrid Lindgren. Zu den Zeiten von Michel aus Lönneberger gab es zwar noch keine Massentierhaltung, aber Schlachten, die Wurst und alles, was man aus toten Tieren so machen kann, ist durchaus ein Thema. Und ich war zufrieden damit, dass Michel ein Herz für Tiere hat und sehr wütend wird, als sein Schwein geschlachtet werden soll.

Die Stofftierparade

Ein weiterer Konfliktpunkt sind diverse Stofftiere. Erst seit Töchterchen mache ich mir sogar darüber Gedanken. Söhnchen liebt zwar seine Stofftiere, aber er hat vornehmlich Hunde und Katzen. Ein sogenanntes Nutztier findet sich bei ihm nur selten.
Nun hat Töchterchen aber gleich zwei Stofftiere, an denen sie hängt, die in unserer Gesellschaft gegessen werden. Und da meldet sich wieder mein Gewissen. Wie kann ihr guten Gewissens eine Kuh als Stofftier besorgen, dass sie kuschelt, dass sie liebt und nicht mehr hergeben will, in dem Wissen, dass dieses Tier von ihr auch gegessen wird? Ist das nicht absurd? Aber: hätte ich ihr lieber ein Pferd besorgen sollen? Über Pferdefleisch wird sich schließlich tüchtig aufgeregt.

Es wird eine Zeit kommen, in der auch Töchterchen begreift, wie all das läuft. Und dann? Derzeit fürchtet sie jedes Mal, wenn eine unserer Katzen, unsere Jägerin, auf dem Balkon um Einlass miauzt. Sie könnte ja eine Maus oder einen Vogel dabei haben und davor scheint Töchterchen wirklich Angst zu haben.

Aber unserem Essen sieht man nicht an, was es einmal war. Andernfalls würde Söhnchen es nicht essen, soweit ist auch sein Gewissen ob seiner Tierliebe schon angewachsen.

Fazit

Was ich möchte, um ein wirklich gutes Gewissen zu haben, ist für mich als Mittelstands-Mutter einfach unerschwinglich. Wir sind jetzt finanziell mit unserem Haushaltsgeld schon hart an der Grenze, allein dadurch, dass ich nicht auf meine Bio-Obst und –Gemüse verzichten möchte. Fleisch-Ersatzprodukte tun ihr Übriges dazu.
Wollte ich nun, dass in meinem Haushalt wirklich nur noch Fleisch von „glücklichen“ Tieren gegessen würde, müsste ich wesentlich mehr arbeiten. Die Bezahlung einer Akademikerin im Öffentlichen Dienst reicht nicht aus, um alle Kosten zu decken. Dazu kommt, dass unser Konsum an Milchprodukten auch nicht gerade gering ist – diese besorgen wir jedoch in einem Discounter. Milch und Käse aus Massentierhaltung; das, was ich eigentlich nicht möchte. Und das sind nur die Tiere. An die Ausbeutung von Menschen darf ich dabei nicht einmal denken. Billiger Reis, Nudeln und all diese Dinge, für deren Herstellung Menschen leiden, dürfte ich auch nicht kaufen. Und das alles betrifft nicht nur die Nahrung.

In dieser Gesellschaft läuft grundlegend etwas schief, wenn ich bei jedem Einkauf ein schlechtes Gewissen haben muss. Wenn ich immer nur eine Auswahl treffen kann, wenn ich mich entscheiden muss, welches Produkt ich kaufe. Das ohne Massentierhaltung? Oder lieber mit Fair Trade? Warum kann ich nicht einfach alles fair kaufen? Fair für Menschen und Tiere, fair für die Umwelt und ohne Scheinheiligkeit meinen Kindern gegenüber? Wäre es nicht schön, meinem Sohn nicht erklären zu müssen, dass seine Kleidung von Kindern genäht wurde, die nicht in die Schule gehen dürfen? Wäre es nicht schön, Töchterchens nicht irgendwann eingestehen zu müssen, dass die wenigsten Kühe glücklich auf der Weide stehen, bevor sie gegessen werden; Kühe, wie ihre geliebte Stoffkuh?

Es wäre schön, aber es geht nicht. Irgendwo muss ich Abstriche machen. Ich kann nicht einfach gar nichts mehr essen oder auch noch selbst einen kleinen Bauernhof führen. Ich muss mich mit dem enragieren, was diese Gesellschaft vorgibt. Und dazu gehört ein permanentes schlechtes Gewissen.

Musik: „Mama singe? Oke!“

Ich singe gerne für meine Kinder. Ob gut oder schlecht, kann ich kaum beurteilen, aber Töchterchen möchte viel mehr Gesang von mir hören, als Söhnchen mit zwei Jahren.
Mittlerweile musste ich allerdings feststellen: Ich muss für Töchterchen mehr Lieder mit deutschen Texten lernen. Ich merke den Unterschied, wenn ich ihr abends im Bett vorsinge; sie nimmt viel mehr Anteil, wenn ich etwas singe, dass sie versteht.
Manchmal denke ich mir – wie beim Zahnputzlied, das ich mittlerweile auch hin und wieder für Töchterchen singen kann – einfach einen Text zu einer gängigen, schönen Melodie aus. Das freut sie ganz besonders.

Die drei liebsten Lieder, habe ich hier zusammengestellt 🙂

Ein Lied zum Amüsieren: Old McDonald hat ne Farm

Ein Lied zum Mitsingen: My Litte Pony Theme Song

Ein Lied zum Schlafen: Lullaby – Loreena McKennitt

Das zweite Jahr …

Zwei Jahre schon haben wir dich nun bei uns; zwei Jahre schon bereicherst du unser Leben mit deinem Lächeln und Lachen, mit deinem Nörgeln und Weinen, mit deinen Umarmungen und Küsschen.
Denke ich an das letzte Jahr zurück, ist unheimlich viel passiert. Am Ende deines ersten Lebensjahres warst du noch dabei, laufen zu lernen ohne dich festzuhalten. Die Schuhe, die ich dir gekauft hatte, waren die kleinsten im Laden. Heute rennst du deinem großen Bruder hinterher, als hättest du niemals etwas anderes getan. Vor einem Jahr hast du noch weit mehr geplappert, als richtig gesprochen. Heute sind es schon ganze Sätze, mit denen du dich verständigst; alle neuen Worte werden wiederholt! Du weißt genau, was du willst, bestimmst sogar schon welche Hose du anziehen möchtest.

Du entwickelst dich so rasant, du bist dir bei vielen Dingen plötzlich so sicher. Es ist keine Frage, ob ich dich im Garten alleine lassen kann; ich weiß, innerhalb von zehn Minuten wird dir dort langweilig und du folgst mir in die Wohnung. Du schließt sogar alle Türen brav hinter dir. Es ist keine Frage, ob ich dich mit deinem Bruder eine Weile alleine lassen kann. Er ist dein Star, er kümmert sich um dich und du weißt das ganze genau. Selbst die größte Hürde, dich in einer Kindergruppe alleine zu lassen, ohne Mama, ohne Daddy oder deinen Bruder, selbst das war schon am ersten Tag kein Thema.
Manchmal wundere ich mich, wie ähnlich und zugleich verschieden sich zwei Kinder sein können. Doch du und dein Bruder, ihr seid meine Kinder. Ich möchte euch im nichts in der Welt missen!

Stolze Besitzerin eines Dreirades

Stolze Besitzerin eines Dreirades

Mein Kleinkindwörterbuch – Stand Oktober 2013

Die Sprachentwicklung geht plötzlich so rassant, dass ich mir nicht mehr alles merken kann, was neu dazu kommt. Von daher wird diese Liste leider
1. nicht vollständig und
2. wohl die letzte Aktualisierung.

Alle neuen Worte in Lila, alle veränderten in grün. Nicht mehr verwendete Worte sind blau.

A-a
Feststellung, wenn Töchterchen in die Windel gemacht hat. Meist einhergehend mit einem strengen Geruch.
Zusätzlich Feststellung, falls ein Tier dabei beobachtet wird.
Wird unterschieden von Pipi

Alpert
Name unseres Katers. Sehr oft im Haushalt gerufen und dank des A am Anfang für Töchterchen sehr eingängig.

All
Feststellung, wenn leckere Sachen wie Joghurt, Chips, Käsepfannkuchen und anderes – bevorzugt in offenen Packungen herumstehendes – leer ist.

Amal!
Nochmal!

An
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: Aus

Anzieh
Bevorzugter Ausdruck dann, wenn sie ihre Schuhe anziehen will oder ein Kleidungsstück ausziehen.
Oft in Kombination mit: Raus?

Apel
Derzeitiges Lieblingsobst und leichter auszusprechen, als „Banane“.

Au / Aua
Ausspruch, wenn sie sich weh getan hat. Geht meistens mit dem Einfordern eines Kusses auf die schmerzende Stelle einher.

Auf?
Vor geschlossenen Türen, damit sie aufgemacht werden. Bevorzugt die Zimmertür ihres Bruders oder des Kühlschranks.

Aus
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: An

Auto
Fast alles fahrende, das laute Brummgeräusche macht.
Ausnahmen: Bus

Ball
Beliebtes Spielzeug.

Bagger
Alles, was laut ist und auf einer Baustelle herumfährt.
Gerne verwechselt mit Taktor

Bäh! / Bähhhh
Alles, was sie nicht anfassen soll und was in Töchterchens Augen eklig auszieht. Darunter fallen u.a. Schnecken, Schlamm und Windeln.
Siehe auch: Ahah

Bauch
Interessantes Körperteil mit Loch in der Mitte, über das auch Mama, Daddy und Jaja verfügen. Gut, um gekitzelt zu werden.
Siehe auch: Fuß

Bett
Selten angewendet, wenn sie lieber in ihrem eigenen Bett, als im Elternbett einschlafen möchte.

Buch
Interessantes Objekt, mit dem (vor)lesen gespielt wird. Meist genutzt werden die Bücher der aktuellen Leseliste von Jaja und Mama.

Bus
Faszinierendes Fahrzeug, mit dem man auch fahren kann. Als einziges Fahrzeug bisher unterschieden von: Auto

Chaukel
Schaukel. Beliebtestes Spielgerät auf Spielplätzen und im Garten.

Cheiße
Familiär beliebter Ausdruck, wenn etwas schief geht.

Chuhe
Notwendiges Kleidungsstück für Draußen. Geht meist mit dem Holen der Schuhe und der Aufforderung „Raus?“ einher.
Siehe auch: Raus?, Socke

Daddy
Bezeichnung für ihren Daddy, hin und wieder verwechselt mit „Mama(m)“.

Danke
Zweckentfremdet nicht nur, wenn Töchterchen etwas bekommt, sondern auch wenn sie jemandem etwas gibt.

Das!
Aufforderung, wenn Töchterchen etwas bestimmtes haben möchte. Geht meistens mit einem Fingerzeig einher.
Fungiert als Weiterentwicklung von Guck da!.

Feuer(weh)auto
Rote und orangene Autos und Laster mit Blaulicht.

Fugzeug
Flugzeug. Unabdingbares Wissen eines in einer Flugschneise lebendes Kindes.

Fuß
Interessantes Körperteil mit dem man laufen, klettern und an dem man gekitzelt werden kann.
Siehe auch: Bauch

Füxü
Ihr zweit-Lieblingsstofftier.
Siehe auch: Reßi

Geh! / Go!
Kommando an den Hund zum weiter gehen.

Guck da!
Was auch immer sie uns interessantes zeigen möchte.
Geht meistens mit dem vorherigen Greifen nach einer Hand und einem entsprechenden Hinführen von Töchterchen einher.
Ersatz: Hand! und Komm mit!

Hallo / Hi
Begrüßung, sobald jemand wieder kommt oder Töchterchen auch nur die Wohnungstür hört.

Halt!
Kommando an sämtliche Familienmitglieder, wenn sie für Töchterchens befinden schon zu weit weg gegangen sind.

Hand
Aufforderung, ihr die Hand zu geben. Wird meistens von einem wegziehen begleitet, gefolgt von Komm mit!
Ersatz für: Guck da!

Heiß
Ausdruck für alles, was wärmer ist, als ihre Hand. Gerne verwechselt mit Kalt.

Helfe
Wenn sie gerne helfen möchte, es aber ganz alleine nicht schaft. Gerne verwendet beim hinausbringen oder hereinholen von Mülltonnen oder einer noch geschlossenen Spülmaschine.

Hoppala
Beliebter Ausspruch nach einem gespielten Sturz oder einem vorsetzlichen nicht hören.

Hör auf!
Kommando wahlweise an den großen Bruder, wenn es mal wieder Geschwisterzwist gibt, oder an die Haustiere, wenn Töchterchen sich an irgendetwas stört.

Hose
Wichtiges Kleidungsstck. Ohne Hose wird nicht vor die Tür gegangen.
Siehe auch: Jacke

Hund
Haustierbezeichnung. Alles was „Wuff Wuff“ macht.
Siehe auch: Wello

Jaja
Name des großen Bruders. Mittlerweile auch oft in korrekter Form ausgesprochen.

Jacke
Zumeist einhergehend mit dem Holen der selbigen.
Meistens in Kombination mit: Raus?.

Käse
Leckerer Snack für zwischendurch. Wird auch gerne an den Hund vergeben.

Katze
Haustierbezeichnung. Alles was „Mau“ macht.
Siehe auch: Alpert, Medi

Kalt
Ausdruck für alles, was kälter ist, als ihre Hand. Gerne verwechselt mit Heiß.

Kokoja
Schokolade!

Kräin
Die Bösen in Söhnchens Lieblingsserie

Mama
Bezeichnung für mich, hin und wieder noch verwechselt mit „Daddy“.
Auch gerne generell verwendet bei jüngeren Frauen.

Medi
Name unserer zweiten Katze, gerne verwechselt mit: Alpert.

Meins!
Alles, was sie in dem Augenblick behalten möchte. Geht meist mit einem Umarmen des jeweiligen Gegenstandes mit beiden Armen einher.

Milch
Die geliebte Milch. Zumeist einhergehend mit dem Reichen einer leeren Milchflasche oder dem Führen zum Wasserkocher.

Nase
Wichtiges Körperteil, das ab und zu geputzt werden muss.

Nein
Beliebteste Antwort auf Fragen wie „Schlafen?“ oder „Anziehen?“ und allem, was Töchterchen sonst noch nicht möchte.
Gegenteil von Oke.

Oke
Bestätigung.
Gegenteil von Nein.

Oma
Bezeichnung für ihre Oma. Auch gerne verwendet für ältere Frauen.

Ohnein!
Ausruf immer dann, wenn irgendetwas nach Töchterchens Meinung nicht so ist, wie es sein sollte. Oft gebraucht, etwas verschüttet wurde oder beim Spielen.

Ohr
Interessantes Körperteil, an das sich Mama glitzernde Steinchen hängt.

Peri
Perry, das Schnabeltier

Pferd
Gerne verwechselt mit: Kuh, Poni

Pipi
Hinterlassenschaft in der Windel. Zusätzlich Feststellung, falls ein Tier dabei beobachtet wird.
Wird unterschieden von A-a

Poni
Gerne verwechselt mit: Kuh, Pferd

Putt
Feststellung, wenn etwas zerbrochen ist oder nicht mehr geht, wie vorher. Geht meist mit dem Bringen des kaputten Objektes einher.

Raus?
Beliebtestes Mittel gegen Langeweile, insbesondere bei warmen Wetter. Geht meistens mit dem greifen nach einer Hand oder dem Bringen von Schuhen und Jacken einher.
Siehe auch: Guck da!

Reßi
Ihr Lieblingsstofftier.
Siehe auch: Füchü

Sapt
Saft. Besonders beliebt zum Essen.

Sitz
Kommando für den Hund – auf das er aber nur hört, wenn Töchterchen etwas essbares in der Hand hat.

Singe
Beliebte Aufforderung abends im Bett.

Socke
Kleidungsstück, das nur dann beliebt wird, wenn es raus geht. Zumeist in der Wohnung irgendwo liegen gelassen.
Siehe auch: Chuhe

Taktor
Derzeit alles, was laut, kleiner als ein Bus und größer als ein Auto ist.
Siehe auch: Bagger

Tani
Kastanie. Wird gerne gesammelt und durch die Gegend gerollt.

Under!
Aussage, wenn sie irgendwo herunter möchte und nicht selbst klettern kann oder will. Geht meistens mit vorherigem Gejammer einher.

Vokel
Alles, was Flügel und einen Schnabel hat.

Waaahaaas?
Beliebteste Antwort auf das Rufen ihres Namens.

Wassa
Flüssigkeiten, bevorzugt klare. Wird unterschieden von Milch, Sapt, Pipi und Bäh! / Bähhhh.

Weg!
Befehlt, wenn irgendetwas lebendiges (bevorzugt Hund oder Katze) im Weg liegt.

Wello
Name unseres Hundes. Bevorzugte Anwendungen auf den Spaziergängen oder auch einfach so.
Siehe auch: Geh! / Go!, Halt!, Sitz

Wickel
Kundgabe, wenn Töchterchen ins Bad zum wickeln gebracht wird.
Siehe auch: A-a

Mittlerweile ebenfalls dazugekommen sind diverse Tierlaute. Die Namen der Tiere sagt sie zwar noch nicht alle, weiß aber trotzdem, wie die Tiere klingen:

Hund: Wuff Wuff!
Katze: Mau
Krähe: Krah! Krah!
Kuh: Muh
Schaf / Ziege: Mähh
Eule: Huhu
Ente: Quak quak
Wolf: Ahuuuu!

Und nun ganz neu: Sätze 😀

Alpert / Fuß weg! – Alles störende muss beseitigt werden, sei es eine Katze, die neben ihr auf dem Bett liegt, wenn sie sich umdrehen will oder die Füße ihres Bruders auf der Sofalehne.
Das ist Wassa! – Feststellng beim Radfahren am Fluss.
Daddy Auto weg – Feststellung beim Blick aus dem Fenster.
Daddy Auto putt – Feststellung auf die Erklärung, weswegen Daddy Auto weg ist.
Gute Nacht Daddy! / Jaja! – Wird jeden Abend gesagt, wenn der Weg an Daddys und Söhnchens Zimmer vorbei zum Schlafzimmer führt.
Hoch we Fugzeug! – Schaukelspielchen.
Komm mit! – Forderung, die meistens auf ein „Hand!“ folgt und mit der sie etwas zeigen möchte.
Nein, kein anzieh / esse / Pulli / Wello / etc. – Antwort bei entsprechender Unlust auf die entsprechende Frage.
Tschüss Bus / Daddy / Mama / Zug / etc. – Alles was erkannt wird, wird auch gerne verabschiedet.
Wello geh! – Auf den Spaziergängen gern benutztes Kommando, wenn der Hund schnuppernder Weise stehen bleibt.
Wo ist Hund / Medi / Nase / etc.? Da ist Hund / Medi / Nase /etc. – Spaziergangsspielchen.

Pseudokrupp

Rettungswagen

Rettungswagen @ S. Fries / pixelio.de

Kinderkrankheiten sind so eine Sache. In den meisten Fällen braucht man sich keine Sorgen machen, Kinder werden nun einmal krank. Nicht jede Erkältung ist es wert, wegen ihr gleich zum Arzt zu rennen. Hin und wieder muss jedoch sogar mitten in der Nacht die Notaufnahme der Kinderstation im Krankenhaus herhalten, so beunruhigend kann eine plötzliche Erkrankung sein. Darunter fällt auch der sogenannte Pseudokrupp.

Expertenstimmen

Eigentlich handelt es sich bei dem Pseudokrupp lediglich um eine Entzündung der oberen Atemwege und des Kehlkopfs. Im Zuge dessen kann es bei Säuglingen und Kleinkindern zu schweren Hustenanfällen und Atemnot kommen.
Die Ursache dafür ist das Anschwellen der Schleimhäute des Kehlkopfs und unterhalb der Stimmbänder. Der geringere Durchmesser kann schneller, als bei Erwachsenen für Atmennot sorgen.

Ein Pseudokrupp-Anfall tritt meistens nachts auf und äußert sich durch einen bellenden, trockenen Husten sowie einem pfeifendem Geräusch beim Einatmen. Meistens führt all das dazu, dass das Kind nicht mehr richtig Atmen kann. Ein Anzeichen vor dem Anfall kann Heiserkeit sein, eventuell Fieber. Oft ist es aber so, dass die Kinder nicht ernsthaft krank wirken.

Abhilfe kann ein Cortisonzäpfchen schaffen. Das Cortison lässt sie Schleimhäute abschwellen und sorgt dafür, dass das Kind wieder freier atmen kann.
Vorbeugend kann auch kalte und / oder feuchte Luft helfen, einem Pseudokrupp-Anfall aus dem Weg zu gehen.

Neben dem Pseudokrupp gibt es noch den „echten Krupp“, der bei Diphterie auftreten kann. Da in Europa allerdings gegen Dyphterie geimpft werden kann, tritt ein „echter Krupp“ hier kaum noch auf.

Der erste Schreck

Ich weiß nicht mehr, wie alt Söhnchen war, als er seinen ersten Pseudokrupp-Anfall hatte. Ich weiß lediglich, es war vor Töchterchens Ankunft in der Familie.
Söhnchen wachte mitten in der Nacht auf und hustete und hustete. Weil er deswegen nicht mehr schlafen konnte, kam er ins Schlafzimmer und kuschelte sich dazu. Nur Minuten später fiel ihm plötzlich das Atmen schwerer und er bekam irgendwann kaum noch Luft. Es war Winter und instinktiv öffneten wir das Fenster um frische Luft herein zu lassen. Der Anfalls wurde kaum besser, nicht zuletzt, weil Söhnchen weinte.
Das war der Moment, in dem wir entschieden ins Krankenhaus zu fahren. Kaum waren wir aus dem Haus und im kühlen Auto, besserte sich der Husten – und wie wir später erfuhren, nicht nur deswegen, weil es Söhnchen beruhigten, ins Krankenhaus gebracht zu werden.

Vielleicht fünf Minuten später platzen wir in die Ambulanz der Kinderstation. In anbetracht der spätens Stunde mussten wir nicht lange warten. Eine Krankenschwester wieß uns einen Behandlungsraum zu, kurz darauf erschien eine zweite Krankenschwester; eine sehr erfahrene Krankenschwester, denn kaum hatte mein Mann einen Satz der Erklärung abgegeben und Söhnchen einmal gehustst, wusste sie, was Sache war. Sie brachte uns schnell einen Apparat mit Atemmaske zum Inhalieren für Söhnchen, der sich die Maske sogar bereitwillig aufsetzen ließ, sobald er merkte, dass der Dampf daraus half. Erklären tat die gute Frau uns freilich nicht viel. Stattdessen drückte sie uns ein Cortisonzäpfchen in die Hand und schickte uns samt Kind wieder nach Hause.

Wissen ist Macht

Unsere Kinderärztin erkklärte uns am Nächsten Tag etwas genauer, was Söhnchen da für einen Anfall gehabt hatte – und auch, welche vorbeugenden Maßnahmen helfen konnten, einen weiteren Anfall zu verhindern.
Ich für meinen Teil habe das ganze Söhnchen erklärt. Seit dem schläft er nur noch mit offenem Festern, sobald er an Husten oder Heiserkeit leidet. Besser noch: er weiß, was bei einem solchen Anfall passiert und trifft selbst Vorkehrungen. Da heißt es manchmal morgens: „Wer hat das Fenster zu gemacht?!“

Zwar heißt es, wenn ein Kind einen Pseudokrupp-Anfall hatte, kommt er in der Regel nicht wieder. Söhnchen bildet jedoch gleich die Ausnahme der Regel. Im Großen und ganzen hatte Söhnchen seit dem etwa einmal im Jahr einen Anfall. Selbst jetzt, als Zweitklässer hat es ihn jetzt noch einmal erwischt.
Aber nachdem der erste Schock beim ersten Pseudokrupp-Anfall überwunden war, wussten wir, was zu tun war. Dank Vorbeugung endeten auch nicht alle mit einem Cortisonzäpfen.

Fazit

Seit wir wissen, worum es geht und was zu tun ist, sitzt uns der Schreck nicht mehr in den Knorchen, wenn Söhnchen wieder anfängt zu husten und nach Luft zu ringen. Dennoch war das erste Mal ein Schock, denn selbst wenn man schon einmal davon gelesen hat, wer kann es denn gleich einordnen?
Manche Kinder haben es eben leider oft, andere garicht. Ich hoffe, Töchterchen wird zu letztem gehören.

Und auch bei Töchterchen bin ich zufrieden damit, ein Zäpfen für den Notfall im Haus zu haben. Noch hatte sie keinen Anfall, doch der soll nur kommen. Dem werden wir was Husten!

Quellen

pseudokrupp.net
Wikipedia: Pseudokrupp

Das Baby : Ein Leitfaden für Eltern / Broschüre der Bundesentrale für gesundheitliche aufklärung (BZgA), Köln

Mein Kleinkindwörterbuch – Stand August 2013

Was sich in ein paar Monaten alles tut. Mit einem Wortschatz von um die 50 Worten liegt Töchterchen nun genau im Schnitt (wie zum Beispiel bei Knetfeders Kleinkindpädagogik nachzulesen). Also brauche ich eine Aktualisieruzng meines Kleinkindwörterbuches. Alle neuen Worte in Lila, alle veränderten in grün.

A-a
Feststellung, wenn Töchterchen in die Windel gemacht hat. Meist einhergehend mit einem strengen Geruch.

Alpert
Name unseres Katers. Sehr oft im Haushalt gerufen und dank des A am Anfang für Töchterchen sehr eingängig.

All
Feststellung, wenn leckere Sachen wie Joghurt, Chips, Käsepfannkuchen und anderes – bevorzugt in offenen Packungen herumstehendes – leer ist.

Amal!
Nochmal!

An
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: Aus

Anzieh
Bevorzugter Ausdruck dann, wenn sie ihre Schuhe anziehen will oder ein Kleidungsstück ausziehen.
Oft in Kombination mit: Raus?

Apel
Derzeitiges Lieblingsobst und leichter auszusprechen, als „Banane“.

Au / Aua
Ausspruch, wenn sie sich weh getan hat. Geht meistens mit dem Einfordern eines Kusses auf die schmerzende Stelle einher.

Aus
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: An

Auto
Fast alles fahrende, das laute Brummgeräusche macht.
Ausnahmen: Bus

Ball
Beliebtes Spielzeug.

Bäh! / Bähhhh
Alles, was sie nicht anfassen soll und was in Töchterchens Augen eklig auszieht. Darunter fallen u.a. Schnecken, Schlamm und Windeln.
Siehe auch: Ahah

Bauch
Interessantes Körperteil mit Loch in der Mitte, über das auch Mama, Daddy und Jaja verfügen. Gut, um gekitzelt zu werden.
Siehe auch: Fuß

Bett
Selten angewendet, wenn sie lieber in ihrem eigenen Bett, als im Elternbett einschlafen möchte.

Buch
Interessantes Objekt, mit dem (vor)lesen gespielt wird. Meist genutzt werden die Bücher der aktuellen Leseliste von Jaja und Mama.

Bus
Faszinierendes Fahrzeug, mit dem man auch fahren kann. Als einziges Fahrzeug bisher unterschieden von: Auto

Daddy
Bezeichnung für ihren Daddy, hin und wieder verwechselt mit „Mama(m)“.

Danke
Zweckentfremdet nicht nur, wenn Töchterchen etwas bekommt, sondern auch wenn sie jemandem etwas gibt.

Das!
Aufforderung, wenn Töchterchen etwas bestimmtes haben möchte. Geht meistens mit einem Fingerzeig einher.
Fungiert als Weiterentwicklung von Guck da!.

Fuß
Interessantes Körperteil mit dem man laufen, klettern und an dem man gekitzelt werden kann.
Siehe auch: Bauch

Geh! / Go!
Kommando an den Hund zum weiter gehen.

Guck da!
Was auch immer sie uns interessantes zeigen möchte.
Geht meistens mit dem vorherigen Greifen nach einer Hand und einem entsprechenden Hinführen von Töchterchen einher.

Hallo / Hi
Begrüßung, sobald jemand wieder kommt oder Töchterchen auch nur die Wohnungstür hört.

Halt!
Kommando an sämtliche Familienmitglieder, wenn sie für Töchterchens befinden schon zu weit weg gegangen sind.

Heiß
Ausdruck für alles, was wärmer ist, als ihre Hand.

Hoppala
Beliebter Ausspruch nach einem gespielten Sturz oder einem vorsetzlichen nicht hören.

Hör auf!
Kommando wahlweise an den großen Bruder, wenn es mal wieder Geschwisterzwist gibt, oder an die Haustiere, wenn Töchterchen sich an irgendetwas stört.

Hund
Haustierbezeichnung. Alles was „Wuff Wuff“ macht.
Siehe auch: Wello

Jaja
Name des großen Bruders. Mittlerweile auch oft in korrekter Form ausgesprochen.

Jacke
Zumeist einhergehend mit dem Holen der selbigen.
Zumeist in Komnination mit: Raus?.

Käse
Leckerer Snack für zwischendurch. Wird auch gerne an den Hund vergeben.

Katze
Haustierbezeichnung. Alles was „Mau“ macht.
Siehe auch: Alpert, Medi

Mama(m)
Bezeichnung für mich, hin und wieder noch verwechselt mit „Daddy“.
Auch gerne generell verwendet bei jüngeren Frauen.

Medi
Name unserer zweiten Katze, gerne verwechselt mit: Alpert.

Milch
Die geliebte Milch. Zumeist einhergehend mit dem Reichen einer leeren Milchflasche oder dem Führen zum Wasserkocher.

Nein
Derzeitiges Lieblingswort und beliebteste Antwort auf Fragen wie „Schlafen?“ oder „Anziehen?“.

Oma
Bezeichnung für ihre Oma. Auch gerne verwendet für ältere Frauen.

Raus?
Beliebtestes Mittel gegen Langeweile, insbesondere bei warmen Wetter. Geht meistens mit dem greifen nach einer Hand oder dem Bringen von Schuhen und Jacken einher.
Siehe auch: Guck da!

Sitz
Kommando für den Hund – auf das er aber nur hört, wenn Töchterchen etwas essbares in der Hand hat.

Singe
Beliebte Aufforderung abends im Bett.

Under!
Aussage, wenn sie irgendwo herunter möchte und nicht selbst klettern kann oder will. Geht meistens mit vorherigem Gejammer einher.

Vokel
Alles, was Flügel und einen Schnabel hat.

Wassa
Flüssigkeiten, bevorzugt klare. Wird unterschieden von Milch und Bäh! / Bähhhh.

Wello
Name unseres Hundes. Bevorzugte Anwendungen auf den Spaziergängen oder auch einfach so.
Siehe auch: Geh! / Go!, Halt!, Sitz

Wickel
Kundgabe, wenn Töchterchen ins Bad zum wickeln gebracht wird.
Siehe auch: Ahah

Mittlerweile ebenfalls dazugekommen sind diverse Tierlaute. Die Namen der Tiere sagt sie zwar noch nicht (von Hund und Katze einmal abgesehen), weiß aber trotzdem, wie die Tiere klingen:

Hund: Wuff Wuff
Katze: Mau
Kuh: Muh
Schaf / Ziege: Mähh
Eule: Huhu
Ente: Quak quak
Wolf: Ahuuuu!

Lebendige Kuscheltiere – oder: Wie Haustiere und Kinder miteinander umgehen sollten

Sowohl mein Mann, als auch ich, sind mit Haustieren aufgewachsen. So ergab es sich, dass wir bereits vor unserem Sohn zwei Hunde hatten. Mittlerweile besteht unsere Haustierkonstellation aus einem Hund und zwei Katzen; ganz zur Freude der Kinder.
Mit der Frage, wie Haustiere auf die Ankunft eines Babys vorbereitet werden sollten, habe ich mich schon in meinen Beiträgen „Baby und Hund“ und „Katze und Baby“ beschäftigt. Aber damit ist die Arbeit noch nicht getan, Kinder und Haustiere müssen auch im weiteren Leben gut miteinander auskommen.

Expertenstimmen

Thematisiert werden von Experten vornehmlich zwei Bereiche: Hygiene und Verhalten der Kinder den Tieren gegenüber.

Allgemein ist belegt: ein Kind profitiert von einem Haustier. Es bringt Wohlbefinden, stärkt die Immunabwehr, beugt Allergien vor und kann der beste Freund des Kindes sein. Ab einem gewissen Alter können Kinder im Umgang mit Haustieren auch lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Kurzum, ein Haustier zu haben, hat viele Vorteile.
Bei den Nachteilen fallen vor allem Krankheiten und Verletzungen ins Gewicht.

Hygiene

Tiere können Krankheiten einschleppen, die auch dem Menschen gefährlich werden können. Haustiere sollten deswegen regelmäßig geimpft und entwurmen werden. Ebenso müssen sie vor Parasietenbefall wie Flöhe und Zecken geschützt werden.
In die Tiefe gehen sollte man hier im Expertenwissen jedoch nicht. Krankheiten sind ein zu diffuses Thema, zu dem auch allerhand ärztliches Fachwissen gehört, um eine richtige Diagnose aufzustellen. Hält man sich an die gängigen Regeln der Hygiene im Umgang mit Haustieren, sollte nichts passieren.
Tipps zur Hygiene für diverse Haustiere gibt es zum Beispiel bei http://www.kinder-und-tiere.de/.

Verhalten

Falsches Verhalten gegenüber einem Tier kann Verletzungen nach sich ziehen. Das gilt nicht nur für fremde Haustiere, sondern auch für die eigenen. Das muss den Eltern und vor allem auch den Kindern bewusst sein: wird ein Tier geärgert kann es sich zur Wehr setzten.
Im Verhalten ist gegenseitiger Respekt gefordert und hin und wieder ein klares „Nein“ für die Kinder. Auch hier ist es wichtig, Tieren und Kindern die Grenzen zu zeigen. Genauso, wie das Kinderbett tabu für den Hund sein kann, ist es das Hundekörbchen für die Kinder.

Einfache Grundregeln sind:

  • nicht ärgern
  • nicht schlagen oder treten
  • beim Fressen in Ruhe lassen
  • nicht das Spielzeug klauen
  • das Tier in Ruhe lassen, wenn es sich zurückzieht

Sehr schöne Verhaltensregeln für Hunde und Katzen gibt es auf http://www.haustierratgeber.de.

Unsere Kuscheltiere

Wir haben die liebsten Haustiere der Welt, zumindest nach meinem Empfinden. Unsere alte Hündin lässt sich viel gefallen, vor allem in meinem Beisein. Aber weswegen auch nicht? Es gibt immer wieder Käse, Kekse und andere Leckereien, die sie von Töchterchen zugesteckt bekommt und auch beim Spazierengehen macht es ihr nichts aus, von Töchterchen an die Leine genommen zu werden. Alles lässt unsere Hündin wunderbar über sich ergehen.
Im Gegenzug weiß sie aber auch, dass sie sich verziehen darf, wenn Töchterchen sie zu sehr nervt und dass dem kleinen Mädchen auch Einhalt geboten wird. Jedem Hauen, jedem Schwanz ziehen oder sonstigem Ärgern wurde von Anfang an sofort Einhalt geboten. So hat Töchterchen schnell gelernt einen Hund in Ruhe zu lassen, der nicht mit ihr spielt oder sich nicht von ihr füttern lässt.

Unsere beiden Katzen sind noch einmal ein Sonderfall. Beide sind gerade ein Jahr alt und kamen mit 13 Wochen zu uns in den Haushalt – nachdem der Vorgängerkater leider die Begegnung mit einem motorisierten Fahrzeug nicht überlebt hatte.
War der Vorgängerkater dem Baby gegenüber eher skeptisch eingestellt, sind unsere beiden jetzigen Katzen mit Töchterchen aufgewachsen. Sie kuscheln sich an Töchterchen an, lassen sich streicheln und sogar durch die Gegend schleppen. Auch sie haben einen Platz, ganz oben auf dem Schrank, an den sie sich zurückziehen können und wo sie niemand stört. Als Freigänger haben sie noch dazu die Möglichkeit die Wohnung gänzlich zu verlassen.
Schneller – und leider für Töchterchen auch lustiger – auf der Flucht vor Ärgerspielchen, hat sie auch hier schnell einsehen müssen, dass sie nicht alles darf. Statt die Katzen mit einem Holzschwert zu jagen, bot unsere selbstgebaute Katzenangel eine ebenso lustige Spiel-Alternative.

Fazit

Sagte ich es nicht schon? Wir haben die liebsten Haustiere der Welt!

Aber einmal davon abgesehen, dass die Kinder den richtigen Umgang mit unseren Haustieren lernen, mit der Hygiene werde ich es nie übertreiben. Unsere Tiere werden regelmäßig geimpft und entwurmt. Auch die Chemiekeule gegen Zecken kommt bei uns jeden Frühling wieder zum Einsatz, da weniger agressive Methoden bisher einfach nicht helfen wollten.

Was ich aber für übertrieben halte, sind Dinge wie Händewaschen, nachdem man ein Tier gestreichelt hat oder nicht mit dem Gesicht in das Fell hineinkuscheln. Das habe ich selbst mein Leben lang getan. Auch habe ich schon oft genug Hundeschnauzen und -zungen im Gesicht gehabt – und ich lebe noch.
Auf alles achten zu wollen, halte ich ohnehin für ein Ding der Unmöglichkeit. Denn mal ehrlich: auch wenn manche Mütter es versuchen, man kann nicht immer alles im Blick haben. Schon gar nicht alle Kinder und alle Haustiere. Dann sollen sie lieber ein paar Bakterien sammeln und ein gutes Immunsystem entwickeln.

Quellen

baby-und-familie.de: Schmusen mit Hund, Katze und Co.: Hygiene beachten

Kinder und Tiere – Informationen für Eltern und Lehrkräfte:

Haustierratgeber:

„Wenn die Sprache hüpft und singt“ von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Aus Neugierde habe ich bei einem Besuch in der Bibliothek nach Büchern zum Thema Sprachentwicklung geschaut und bin auf dieses Buch gestoßen. Da Töchterchen sich für Musik begeistern kann, nahm ich es mit – ohne vorher einen Blick hineingeworfen zu haben.

Wenn die Sprache hüpft und singt : Sprachförderung mit Musik für Kita-Kinder von 0 bis 3 Jahren
Von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Cornelsen Scriptor (März 2012)
ISBN: 978-3-589-24750-9

Der Aufbau des Buches ist einfach: Auf einen theoretischen Teil folgt ein praktischer.
Am Anfang wird der Verlauf der kindlichen Sprachentwicklung zusammengefasst und im Zusammenhang mit Musik näher erläutert. Die Informationen sind solide und mit Beispielen erklärt. So wird unter anderem gezeigt, in welchen Situationen Lieder in den (Betreuungs)Alltag eines Kleinkindes eingebaut werden können und wie dies helfen kann, die Sprachfähigkeit zu fördern.
Im praktischen Teil sind einzelne Lieder aufgeführt, dazu Spiel- und Bewegungsanleitungen für Kindergruppen. Ebenso gleichwertige Beispiele für Instrumente. Als kleinen Leckerbissen gibt es am Ende einen (leider) kurzen Praxisbericht.
Auch Literaturangaben und Beispiele für CDs mit den aufgeführten Liedern dürfen nicht fehlen.

Das Buch ist übersichtlich gestaltet, wartet aber mit wenigen auflockernden Bildern auf. Da es sich allerdings um ein Fachbuch der Pädagigik handelt, fällt dieser Umstand meines Erachtens nicht ins Gewicht. Die Absätze sind kurz, haben aber dennoch immer Beispiele und Erklärungen zum Thema.

Wer sich einen Überblick über das Buch verschaffen will, kann auf den Webseiten des Verlages einen Blick in das Buch werfen.

Fazit: – 2,5 von 3 Schmetterlingen

Obwohl es sich um ein Fachbuch handelt, war das Buch sehr gut verständlich. Auch die Spielebeispiele, wie die Lieder im Kindergartenkreis eingesetzt werden können, sind schön und gut umzusetzen. Sehr schön ist auch: es gibt für jedes Lied immer noch eine Variante für einen Familienkreis.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass jemand, der keine Noten lesen kann, zuerst die Lieder irgendwo auftreiben muss, um sie umzusetzen.

Alles in allem hat sich das Buch seine zweieinhalb Schmetterling verdient. Den halben Schmetterling angezogen habe ich, weil ich mir etwas tiefergehende Informationen zur eigentlichen Sprachentwicklung erhofft hatte, die dem Buch nicht geschadet hätten.