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Musik: „Mama singe? Oke!“

Ich singe gerne für meine Kinder. Ob gut oder schlecht, kann ich kaum beurteilen, aber Töchterchen möchte viel mehr Gesang von mir hören, als Söhnchen mit zwei Jahren.
Mittlerweile musste ich allerdings feststellen: Ich muss für Töchterchen mehr Lieder mit deutschen Texten lernen. Ich merke den Unterschied, wenn ich ihr abends im Bett vorsinge; sie nimmt viel mehr Anteil, wenn ich etwas singe, dass sie versteht.
Manchmal denke ich mir – wie beim Zahnputzlied, das ich mittlerweile auch hin und wieder für Töchterchen singen kann – einfach einen Text zu einer gängigen, schönen Melodie aus. Das freut sie ganz besonders.

Die drei liebsten Lieder, habe ich hier zusammengestellt 🙂

Ein Lied zum Amüsieren: Old McDonald hat ne Farm

Ein Lied zum Mitsingen: My Litte Pony Theme Song

Ein Lied zum Schlafen: Lullaby – Loreena McKennitt

„Wenn die Sprache hüpft und singt“ von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Aus Neugierde habe ich bei einem Besuch in der Bibliothek nach Büchern zum Thema Sprachentwicklung geschaut und bin auf dieses Buch gestoßen. Da Töchterchen sich für Musik begeistern kann, nahm ich es mit – ohne vorher einen Blick hineingeworfen zu haben.

Wenn die Sprache hüpft und singt : Sprachförderung mit Musik für Kita-Kinder von 0 bis 3 Jahren
Von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Cornelsen Scriptor (März 2012)
ISBN: 978-3-589-24750-9

Der Aufbau des Buches ist einfach: Auf einen theoretischen Teil folgt ein praktischer.
Am Anfang wird der Verlauf der kindlichen Sprachentwicklung zusammengefasst und im Zusammenhang mit Musik näher erläutert. Die Informationen sind solide und mit Beispielen erklärt. So wird unter anderem gezeigt, in welchen Situationen Lieder in den (Betreuungs)Alltag eines Kleinkindes eingebaut werden können und wie dies helfen kann, die Sprachfähigkeit zu fördern.
Im praktischen Teil sind einzelne Lieder aufgeführt, dazu Spiel- und Bewegungsanleitungen für Kindergruppen. Ebenso gleichwertige Beispiele für Instrumente. Als kleinen Leckerbissen gibt es am Ende einen (leider) kurzen Praxisbericht.
Auch Literaturangaben und Beispiele für CDs mit den aufgeführten Liedern dürfen nicht fehlen.

Das Buch ist übersichtlich gestaltet, wartet aber mit wenigen auflockernden Bildern auf. Da es sich allerdings um ein Fachbuch der Pädagigik handelt, fällt dieser Umstand meines Erachtens nicht ins Gewicht. Die Absätze sind kurz, haben aber dennoch immer Beispiele und Erklärungen zum Thema.

Wer sich einen Überblick über das Buch verschaffen will, kann auf den Webseiten des Verlages einen Blick in das Buch werfen.

Fazit: – 2,5 von 3 Schmetterlingen

Obwohl es sich um ein Fachbuch handelt, war das Buch sehr gut verständlich. Auch die Spielebeispiele, wie die Lieder im Kindergartenkreis eingesetzt werden können, sind schön und gut umzusetzen. Sehr schön ist auch: es gibt für jedes Lied immer noch eine Variante für einen Familienkreis.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass jemand, der keine Noten lesen kann, zuerst die Lieder irgendwo auftreiben muss, um sie umzusetzen.

Alles in allem hat sich das Buch seine zweieinhalb Schmetterling verdient. Den halben Schmetterling angezogen habe ich, weil ich mir etwas tiefergehende Informationen zur eigentlichen Sprachentwicklung erhofft hatte, die dem Buch nicht geschadet hätten.

Warum Kinder Musik so lieben – oder: Musik und Babys Entwicklung

Vierhändig am Klavir

Vierhändig @ RainerSturm / pixelio.de

Kinder lieben Musik – so die allgemeine Aussage. Auf meine Kinder trifft das auch zu, ganz besonders auf Töchterchen. Sie hat Freude daran, mitzusingen, mitztanten und mitzuklatschen. In dem Alter war auch Söhnchen ähnlich. Der einzige Unterschied war, er hat nie mitgesungen.
Nach allem, was ich aber bisher über Kinder und Musik gelesen habe, scheint es nicht nur meinen Kindern so zu gehen.

Expertentimmen

Schon im Mutterleib werden Kinder mit Rhythmen konfrontiert: Mit dem immerwährenden und regelmäßigen Herzschlägen der Mutter und deren gleichmäßigen Atemzügen. Aber auch Gesang und Musik können sie ab einer bestimmten Entwicklungsstufe bereits wahrnehmen.
Nach der Geburt wirkt Wiegen und Gesang bekannter Stimmen beruhigend auf das Baby. Es gibt ihm Sicherheit, die Nähe der Bezugsperson zu spüren und zu hören. Dazu kommt, dass die Kleinsten an der Stimmlage der Eltern bereits deren Stimmung und die Sprachmelodie der eigenen Muttersprache erkennen, noch bevor sie die ersten Worte verstehen.

Weil Kinder Musik lieben gibt es zahlreiche Studien zur Förderung durch Musik. Sie belegen: Musik wirkt sich positiv auf die Entwicklung von Kindern aus. Wachsen Kinder mit Musik auf, sollen sie schneller Laufen und sprechen lernen und im späteren Leben Mathematik besser verstehen.
Zudem macht Musik nachweißlich glücklich.

Musik überall und (fast) immer

Ich habe in meinen Musik-Beiträgen ja schon öfter auf die Musikliebe meiner Kinder hingewiesen. Den Studien zum Trotz: Beim Sprechen hat die Musik Töchterchen bisher eher nicht geholfen. Aber zumindest ist sie so flott auf den Beinen, wie kaum ein Kind mit eineinhalb Jahren.
Töchterchen rennt mit ihrem Musikschaf durch die Gegend, Söhnchen rennt hinterher und stellt die Lieder ein, die ihm besonders gut gefallen. Wenn beide anfangen zu tanzen oder Töchterchen plötzlich mitsingt, finde ich das einfach herrlich!

Manchmal bleibt sie fasziniert stehen, wenn Musik irgendwoher kommt. Da muss nur mal etwas sehr Rhythmisches aus dem Fernseher dröhnen – sei es das Intro einer Serie, das sie kennt, oder Trommelmusik aus dem Radio – schon steht sie daneben, schaut und lauscht fasziniert.
Auch mein Computer muss für solcherlei Faszination herhalten. Spielt dort ein Lied, das auch auf ihrem Musikschaf residiert, strahlt Töchterchen bis über beide Ohren und rennt sofort los, um mit ihrem Schaf zu kuscheln oder zu tanzen.

Welche Lieder sie jedoch mag, richtet sich ganz nach ihrem Gemütszustand. Ist sie zum Beispiel bereits müde, kommt es nicht in Frage ihr eines ihrer Schlaflieder zu singen solange sie noch nicht in ihrem Bett sitzt. Dann wird sie ganz schnell nörgelig. Töchterchen will ja schließlich noch nicht schlafen.
Ebenso muss es ein Lied sein, dass sie nicht mit Schlafen in Verbindung bringt, wenn sie sich weh getan hat und ich sie ablenken möchte.

Hoch im Kurs ist auch alles, was Lärm macht. Da wird mit Metall auf Metall und mit dem Löffel auf die Schale gehauen; Hauptsache schön laut. Nur die entsprechenden Spielzeuge dazu werden ignoriert. Wer braucht schon Trommeln, wenn man Besteck und Töpfe hat?
Am Ende haben jedoch zumindest die Kinder ihren Spaß daran. Allen voran Töchterchen.

Fazit

Ich liebe Musik. Wenn ich etwas immer dabei habe, dann meinen mp3-Player. Meinen Kindern scheint eine Liebe zur Musik ebenfalls in die Wiege gelegt zu sein. Während es schon seit ein paar Jahren Söhnchens Wunsch ist, Schlagzeug zu spielen, entwickelt sich auch Töchterchen sehr musikalisch. Ja, alle Kinder seien mit einer Musikalität geboren, heißt es. Aber freuen sich alle Eltern so sehr über die Musikliebe ihrer Kinder, wie ich? Ich weiß es nicht.

Egal, ob Musik, schlau, sozial oder meinetwegen auch schön machen soll, eines steht fest: meinen Kindern soll es nicht an Musik fehlen – vorausgesetzt, sie wollen es so.

Quellen:

Familie.de: Musik fördert Babys Entwicklung

Familie.de: Babys brauchen Musik

Eltern.de: Singen macht glücklich, fit und schlau

Spiegel.de: Hirnforschung – Musik verbessert das Hörvermögen langfristig

Glücksmomente: Singen

Wer singt denn da?

Bild Kleeblatt
Gluecksklee © Quarknet.de

Es gibt da zwei Serien, die Söhnchen und ich sehr gerne mögen und die beide mit viel Musik bestückt sind. Von der einen habe ich Söhnchen eine ganze CD von Liedern zusammengestellt, von der anderen hat er leider nur ein Hörspiel. Gerade aber die Intro-Musik dieser zweiten Serie scheint auch Töchterchen zu faszinieren; so sehr, dass sie bei dem Intro nicht nur mit schunkelt, sondern auch singt.

Das erste Mal fiel es mir auf, als ich Söhnchen ins Bett brachte, Töchterchen dabei auf dem Arm. Ich machte das Hörspiel an und als ich hinausging hörte ich Töchterchen mitsummen.
Nun, ein paar Wochen später, habe ich noch ein wunderbare Feststellung gemacht: Töchterchen trifft beim Singen die Töne!

Es ist schon wunderbar, dass meine beiden Kinder Musik lieben. Aber was kann es schöneres für eine Mutter geben, die selbst gerne singt, wenn eines der Kinder es ihr gleich tut? Ich hoffe auf viele schöne und spaßige gemeinsame Singstunden!

Ein Baby und sein Schaf – oder: Ein „must have“ an Musik-Spielzeug

Als Töchterchen ein Jahr alt wurde, wollte ich ihr etwas Besonderes schenken, etwas mit Musik. Töchterchen liebt Musik!
Gedacht getan machte ich mich in Begleitung einer Freundin auf in die Stadt, um ein Geschenk zu suchen. Es sollte eben nicht irgendein Musikspielzeug werden, es sollte DAS Spielzeug werden. Deswegen war Töchterchen auch mit von der Partie. Schließlich musste sie ja entscheiden, was ihr gefiel.

Im ersten Kaufhaus quäkte uns in der Spielzeugabteilung gleich sehr viel Musik entgegen. Leiernde und blechern-elektronisch klingende Instrumente, die alle samt die fünf nervigsten Kinderlieder spielten. Und das pausenlos. So etwas wollte ich nicht und zum Glück zeigte auch Töchterchen kein Interesse an dem Plastiksound, der bei Spielzeugherstellern so allgemein als Musik bezeichnet wird. Leider zeigte sich im zweiten Kaufhaus ein ähnliches Bild: Plastik wohin das Auge reicht, mit der dazu passenden nervigen Musik.
Dort entschloss ich mich jedoch den Test aufs Exempel zu machen, nahm Töchterchen aus ihrem Wagen und stellte sie vor den Spielzeugen auf. Sie stand dort wie ein begossener Pudel, schaute die Spielzeuge verdattert an, aber keines erregte ihre Neugierde – bis ich, direkt im Regal über ihr, ein Schmuckstück entdeckte: ein Kuschelschaf mit Musikfunktion. Sogar eines, das Musik mit einem annehmbaren Klang spielte und auf echte mp3-Dateien zurückzugreifen schien. Ohne lange zu überlegen hielt ich Töchterchen die Packung vor die Nase und siehe da! Ihr gefiel das Schaf, ihr gefiel die Musik und wäre die Packung nicht dazwischen gewesen, sie hätte es sogleich geherzt.

Nach einem zweiten Blick auf den Preis stellte ich fest, dass dieses Schaf sogar eine von mir erhoffte Funktion hatte: Man kann eigene Musikdateien via Speicherkarte einbringen und abspielen lassen. Das war also das perfekte Geschenk! Und mein unbedingtes „must have“ für Musikbegeisterte Kinder.

Ein Kleinkind und sein Schaf

Natürlich hat das Musikschaf auch seine Nachteile. Die Batterien entleeren sich recht schnell, man muss es zu Anfang immer leiser stellen (es eignet sich also nur bedingt als Einschlafhilfe) und wie ich das Stofftier am besten wasche, ohne die Schaltfunktion auf dem Bauch und im Inneren zu zerstören, muss ich noch herausfinden. Aber im Nachhinein kann ich sagen: Der Kauf hat sich gelohnt. Töchterchen liebt ihre Stella.


Mehr Angaben zum Schaf gibt`s zum Beispiel bei Amazon.

Musik: Bewegungsfreude bei Nightwish

Zwar gehört Nightwish zu meinen Lieblingsbands, doch dass es immer wieder Lieder gerade dieser Band sind, die bei meinen Kindern so hoch im Kurs stehen, finde ich auffällig.

Die neueste Errungenschaft Töchterchens ist „Last Of The Wilds“. Seit sie auf eigenen Beinen steht und kreuz und quer durch die Wohnung läuft, liebt sie auch alles, was sie zur Bewegung animiert. Dieses Lied nun hat vor Jahren schon Söhnchen zum Hüpfen angeregt, nun tanzen sie gemeinsam dazu durch die Wohnung.

Nightwish: Last Of The Wilds

Schlaflied: Nightwish – Turn Loose The Mermaids

Gewohnheiten ändern sich, auch die eines Babys. Jetzt habe ich festgestellt: Töchterchen mag Brahms Wiegenlied nicht mehr. Stattdessen bevorzugt sie als Schlaflied nun „Turne Loose The Mermaids“ von Nightwish; ein Lied, dass ich sehr oft vor mich hin trällere. Vielleicht schläft sie so gut dabei ein, weil sie es schon so oft von mir gehört hat – öfter als ihr eigentliches Schlaflied.
Das Lied hat aber auch eine sehr schöne und einprägsame Melodie und einen, wie ich finde, sehr lyrischen Text 🙂

PS: In meinem Beitrag Nightwish für Babys habe ich schon einmal ein Lied des Albums Imaginaerum vorgestellt. Vielleicht ist sie Musik wirklich sehr Babykonform.

Musik: Nightwish für Babys

Über Musik lässt sich streiten und viele werden sagen, mein Musikgeschmack sei für Babys nicht geeignet. Im Groben mag das stimmen, kreischende Gitarren und grölende Sänger sind nicht gerade babykonform. Da sich mein Musikgeschmack aber vor allem durch schöne Melodien und gute Sänger definiert finde ich auch in meinem Sortiment an Metal und Gothic Lieder, die auch Töchterchen zusagen – und die ich ihr ohne schlechtes Gewissen zumuten kann.

Das Stück Taikatalvi (Album: Imaginaerum) von Nightwish ist ein solches Musikstück. Dazu habe ich sogar eine wunderbare Piano-Version gefunden. Hier also einmal das Original und dann Piano-Version:

Kinderlied: Brahms Wiegenlied

Anders als mein Sohn, mag es mein Töchterchen, wenn ich sie in den Schlaf singe. Nun gibt es ja unendlich viele Schlaflieder. Meine Wahl fiel auf eines, das sich gut singen lässt: Brahms Wiegenlied – oder besser bekannt als „Guten Abend, gute Nacht“.

Da ich nur die erste Strophe kannte und die nicht einmal ganz, habe ich meine eigene kleine Variation daraus gemacht. Hier nun noch der Originaltext und  meine Eigenversion:

Original Eigene Version
Guten Abend, gute Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlupf unter die Deck’
Morgen früh, wenn Gott will, Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gute Nacht
Von Englein bewacht
Die zeigen im Traum dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß, schau im Traum’s Paradies,
Schlaf nun selig und süß, schau im Traum’s Paradies.

Guten Abend, gute Nacht
Hast du heut‘ viel gelacht?
Warst du heute unterwegs?
Gab’s für duch heut‘ einen Keks?
Schlafe süss, schlafe fein, der schönste Traum ist dein
Schlafe süss, schlafe fein, der schönste Traum ist dein