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„Mama-Yoga“ von Zora Gienger

Bewegung ist wichtig. Ob mit oder ohne Kind, Mensch sollte nicht nur jeden Tag vierundzwanzig Stunden auf seinem Hintern sitzen. Zwar haben wir einen Hund, mit dem ich täglich spazieren gehe, aber manchmal hätte ich gerne noch etwas mehr Bewegung.

Als fröhliche Autodidaktin gehe ich sportliche Aktivitäten etwas anders an, als die meisten. Ich spare mir das Geld für ein Fitnessstudio – wenn ich Sport machen will, dann will ich auch Sport machen und nicht noch soziale Kontakte pflegen – und greife einfach in meiner Bibliothek zu einem Buch. Getroffen hatte es dieses mal:

Mama-Yoga : so entspannen sich Mutter und Baby
von Zora Gienger.

Gebundene Ausgabe: 127 Seiten
Verlag: Urania, Freiburg; Auflage: 1., Aufl. (August 2007)
ISBN-13: 978-3332019537

Ein klein wenig Erfahrung mit Yoga habe ich bereits sammeln können. Das Buch, so dachte ich, sei also keine schlechte Idee, wieder etwas in Form zu kommen.

Der Aufbau des Buches ist gut. Die Aufteilung der einzelnen Übungen richtet sich nach dem Alter des Baby. Am Anfang sind sie noch recht einfach, auch um die Mutter nach der Geburt nicht gleich zu überlasten. Zum Ende hin kommen immer mehr komplexere Übungen dazu.
Immer wieder dabei sind auch Übungen für Mutter und Kind gleichzeitig sowie Anweisungen für das „Baby-Yoga“.

Die Beschreibungen der einzelnen Übungen entsprechen allerdings nicht meinen Vorstellungen. Sie sind viel zu vage. Mache ich etwas für meinen Körper – ob im Alleingang oder mit Anleitung eines Trainers – brauche ich eine konkrete Anweisung, welche Muskeln dabei beansprucht werden sollen. Erst dann kann ich eine Übung richtig durchführen. Hier fand ich die gleichen Anweisungen, wie damals im Schulsport; statt einem „streckt eure Wirbelsäule“ gab es ein „streckt die Arme zum Himmel“. Das beinhaltet für mein Verständnis nicht automatisch den ganzen Körper zu strecken.

Fazit: – 1 von 3 Schmetterlingen

Alles in allem hat mir das Buch kaum geholfen. Einige Übungen kannte ich zwar und wusste demnach, wie sie umzusetzen waren. Aber bei allem, was darüber hinaus ging, fiel es mir sehr schwer zu verstehen, welche Körperregionen angesprochen werden sollten.

Da ich aber zumindest die Idee eines „Mama-Baby-Yogas“ sehr schön fand, gibt es zumindest einen von meinen drei Schmetterlingen. Zudem sind vermutlich nicht alle Mütter derart verständnislos, was die Beschreibungen der Übungen angeht. Wer mit den vagen Aussagen im Schulsport zurechtkam, könnte auch an diesem Buch seine Freude haben.