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Wortgewalten – oder: wie man mit seinem Kind nicht reden sollte

Neulich war ich mit Töchterchen auf dem Rad unterwegs. Töchterchen fährt gerne Rad, besonders dann, wenn sie mir sagen darf, wo wir hinfahren. An einer ungünstigen Kreuzung, wo die Vorfahrtsstraße abbiegt und es weder einen Zebrastreifen noch eine Fußgängerampel in unmittelbarer Nähe gibt, begegnete mir eine Frau mit ihrer Tochter. Das Mädchen war vielleicht drei oder vier Jahre alt und hatte ihr Laufrad dabei.
Auf der Vorfahrtsstraße war viel Verkehr und ich wartete geduldig auf eine Gelegenheit, die Straße schiebender Weise zu überqueren. Die andere Mutter war nicht so geduldig. Ich hörte neben mir ein „Schnell jetzt!“. Die andere Mutter hatte einen Augenblick gewählt, in dem sich die abbiegenden Autos gegenseitig ausbremsten, um auf die andere Seite zu gelangen. Mir war das zu heikel. Also wartete ich, aber keinen Moment später drang erneut die Stimme der anderen Mutter zu mir, jetzt von der anderen Straßenseite. „Bist du dumm!“, sagte sie ärgerlich. Ich schaute wieder hin. Das Mädchen hatte Schwierigkeiten, ihr Laufrad auf den Gehweg zu heben. Ob sie an dem hohen Bordstein hängen geblieben war oder in dem Gullideckel davor konnte ich nicht einordnen. Ich sah und hörte nur, dass das Mädchen begann zu weinen – und es tat mir so Leid.

Die falsche Wortwahl

„Du bist dumm.“, das ist ein Satz, der so niemals aus meinem Mund käme. Schon gar nicht auf meine Kinder bezogen. „Das war dumm“ ist eher meine Wortwahl. Es ist nur eine kleine Feinheit und doch ist die zweite Variante nicht derart beleidigend.
„Das war dumm“ kann sich auf alles Mögliche beziehen. Es kann etwas Gesagtes meinen, es kann eine Handlung beschreiben, aber es beschreibt nicht den Menschen selbst. Jemand kann etwas Dummes tun ohne selbst dumm zu sein. Oft beziehe ich diese Worte sogar auf etwas, das ich selbst getan habe, manchmal auch auf etwas, das Sohnemann oder unser Hund getan hat. Aber es beleidigt nicht und meistens lachen wir über die Dummheit.
Selbst, wenn ich wirklich sauer bin, beleidige ich meine Kinder niemals.

Aber wie sehr muss es schmerzen, wenn man von der eigenen Mutter als dumm bezeichnet wird? Besonders, wenn es nicht einmal die eigene Schuld gewesen war? Dann gibt es kein Lachen, dann gibt es nur Tränen; wie bei dem armen Mädchen.
Das Mädchen hatte keine Schuld, es war nur auf die Eile der Mutter eingegangen. Die Mutter hätte ihr mit dem Laufrad helfen müssen, hätte fragen müssen, ob sie es schafft, das Laufrad den Bordstein hochzustemmen.

Meinen eigenen Prinzipien zur Folge müsste ich nun sagen: „Es war dumm von der Mutter, ihre Tochter über die Straße zu hetzen. Es war dumm von der Mutter ihre Tochter zu beleidigen und für etwas zu tadeln, dass wirklich nicht ihre Schuld gewesen sein kann; dass sie bestimmt nicht absichtlich getan hat.“
Aber in diesem Fall würde ich der Mutter gerne an den Kopf werfen: „Du bist dumm! Du bist zu dumm deiner Tochter die Sicherheit zu geben, die sie benötigt! Du bist zu dumm um deiner Tochter zuliebe die Geduld zu haben, so lange zu warten, bis keine Autos mehr kommen und sie sicher über die Straße zu lotsen anstatt zur Eile anzutreiben!“ Ich frage mich, wie sie sich dann fühlen würde.

Musik: „Mama singe? Oke!“

Ich singe gerne für meine Kinder. Ob gut oder schlecht, kann ich kaum beurteilen, aber Töchterchen möchte viel mehr Gesang von mir hören, als Söhnchen mit zwei Jahren.
Mittlerweile musste ich allerdings feststellen: Ich muss für Töchterchen mehr Lieder mit deutschen Texten lernen. Ich merke den Unterschied, wenn ich ihr abends im Bett vorsinge; sie nimmt viel mehr Anteil, wenn ich etwas singe, dass sie versteht.
Manchmal denke ich mir – wie beim Zahnputzlied, das ich mittlerweile auch hin und wieder für Töchterchen singen kann – einfach einen Text zu einer gängigen, schönen Melodie aus. Das freut sie ganz besonders.

Die drei liebsten Lieder, habe ich hier zusammengestellt 🙂

Ein Lied zum Amüsieren: Old McDonald hat ne Farm

Ein Lied zum Mitsingen: My Litte Pony Theme Song

Ein Lied zum Schlafen: Lullaby – Loreena McKennitt

Mein Kleinkindwörterbuch – Stand Oktober 2013

Die Sprachentwicklung geht plötzlich so rassant, dass ich mir nicht mehr alles merken kann, was neu dazu kommt. Von daher wird diese Liste leider
1. nicht vollständig und
2. wohl die letzte Aktualisierung.

Alle neuen Worte in Lila, alle veränderten in grün. Nicht mehr verwendete Worte sind blau.

A-a
Feststellung, wenn Töchterchen in die Windel gemacht hat. Meist einhergehend mit einem strengen Geruch.
Zusätzlich Feststellung, falls ein Tier dabei beobachtet wird.
Wird unterschieden von Pipi

Alpert
Name unseres Katers. Sehr oft im Haushalt gerufen und dank des A am Anfang für Töchterchen sehr eingängig.

All
Feststellung, wenn leckere Sachen wie Joghurt, Chips, Käsepfannkuchen und anderes – bevorzugt in offenen Packungen herumstehendes – leer ist.

Amal!
Nochmal!

An
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: Aus

Anzieh
Bevorzugter Ausdruck dann, wenn sie ihre Schuhe anziehen will oder ein Kleidungsstück ausziehen.
Oft in Kombination mit: Raus?

Apel
Derzeitiges Lieblingsobst und leichter auszusprechen, als „Banane“.

Au / Aua
Ausspruch, wenn sie sich weh getan hat. Geht meistens mit dem Einfordern eines Kusses auf die schmerzende Stelle einher.

Auf?
Vor geschlossenen Türen, damit sie aufgemacht werden. Bevorzugt die Zimmertür ihres Bruders oder des Kühlschranks.

Aus
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: An

Auto
Fast alles fahrende, das laute Brummgeräusche macht.
Ausnahmen: Bus

Ball
Beliebtes Spielzeug.

Bagger
Alles, was laut ist und auf einer Baustelle herumfährt.
Gerne verwechselt mit Taktor

Bäh! / Bähhhh
Alles, was sie nicht anfassen soll und was in Töchterchens Augen eklig auszieht. Darunter fallen u.a. Schnecken, Schlamm und Windeln.
Siehe auch: Ahah

Bauch
Interessantes Körperteil mit Loch in der Mitte, über das auch Mama, Daddy und Jaja verfügen. Gut, um gekitzelt zu werden.
Siehe auch: Fuß

Bett
Selten angewendet, wenn sie lieber in ihrem eigenen Bett, als im Elternbett einschlafen möchte.

Buch
Interessantes Objekt, mit dem (vor)lesen gespielt wird. Meist genutzt werden die Bücher der aktuellen Leseliste von Jaja und Mama.

Bus
Faszinierendes Fahrzeug, mit dem man auch fahren kann. Als einziges Fahrzeug bisher unterschieden von: Auto

Chaukel
Schaukel. Beliebtestes Spielgerät auf Spielplätzen und im Garten.

Cheiße
Familiär beliebter Ausdruck, wenn etwas schief geht.

Chuhe
Notwendiges Kleidungsstück für Draußen. Geht meist mit dem Holen der Schuhe und der Aufforderung „Raus?“ einher.
Siehe auch: Raus?, Socke

Daddy
Bezeichnung für ihren Daddy, hin und wieder verwechselt mit „Mama(m)“.

Danke
Zweckentfremdet nicht nur, wenn Töchterchen etwas bekommt, sondern auch wenn sie jemandem etwas gibt.

Das!
Aufforderung, wenn Töchterchen etwas bestimmtes haben möchte. Geht meistens mit einem Fingerzeig einher.
Fungiert als Weiterentwicklung von Guck da!.

Feuer(weh)auto
Rote und orangene Autos und Laster mit Blaulicht.

Fugzeug
Flugzeug. Unabdingbares Wissen eines in einer Flugschneise lebendes Kindes.

Fuß
Interessantes Körperteil mit dem man laufen, klettern und an dem man gekitzelt werden kann.
Siehe auch: Bauch

Füxü
Ihr zweit-Lieblingsstofftier.
Siehe auch: Reßi

Geh! / Go!
Kommando an den Hund zum weiter gehen.

Guck da!
Was auch immer sie uns interessantes zeigen möchte.
Geht meistens mit dem vorherigen Greifen nach einer Hand und einem entsprechenden Hinführen von Töchterchen einher.
Ersatz: Hand! und Komm mit!

Hallo / Hi
Begrüßung, sobald jemand wieder kommt oder Töchterchen auch nur die Wohnungstür hört.

Halt!
Kommando an sämtliche Familienmitglieder, wenn sie für Töchterchens befinden schon zu weit weg gegangen sind.

Hand
Aufforderung, ihr die Hand zu geben. Wird meistens von einem wegziehen begleitet, gefolgt von Komm mit!
Ersatz für: Guck da!

Heiß
Ausdruck für alles, was wärmer ist, als ihre Hand. Gerne verwechselt mit Kalt.

Helfe
Wenn sie gerne helfen möchte, es aber ganz alleine nicht schaft. Gerne verwendet beim hinausbringen oder hereinholen von Mülltonnen oder einer noch geschlossenen Spülmaschine.

Hoppala
Beliebter Ausspruch nach einem gespielten Sturz oder einem vorsetzlichen nicht hören.

Hör auf!
Kommando wahlweise an den großen Bruder, wenn es mal wieder Geschwisterzwist gibt, oder an die Haustiere, wenn Töchterchen sich an irgendetwas stört.

Hose
Wichtiges Kleidungsstck. Ohne Hose wird nicht vor die Tür gegangen.
Siehe auch: Jacke

Hund
Haustierbezeichnung. Alles was „Wuff Wuff“ macht.
Siehe auch: Wello

Jaja
Name des großen Bruders. Mittlerweile auch oft in korrekter Form ausgesprochen.

Jacke
Zumeist einhergehend mit dem Holen der selbigen.
Meistens in Kombination mit: Raus?.

Käse
Leckerer Snack für zwischendurch. Wird auch gerne an den Hund vergeben.

Katze
Haustierbezeichnung. Alles was „Mau“ macht.
Siehe auch: Alpert, Medi

Kalt
Ausdruck für alles, was kälter ist, als ihre Hand. Gerne verwechselt mit Heiß.

Kokoja
Schokolade!

Kräin
Die Bösen in Söhnchens Lieblingsserie

Mama
Bezeichnung für mich, hin und wieder noch verwechselt mit „Daddy“.
Auch gerne generell verwendet bei jüngeren Frauen.

Medi
Name unserer zweiten Katze, gerne verwechselt mit: Alpert.

Meins!
Alles, was sie in dem Augenblick behalten möchte. Geht meist mit einem Umarmen des jeweiligen Gegenstandes mit beiden Armen einher.

Milch
Die geliebte Milch. Zumeist einhergehend mit dem Reichen einer leeren Milchflasche oder dem Führen zum Wasserkocher.

Nase
Wichtiges Körperteil, das ab und zu geputzt werden muss.

Nein
Beliebteste Antwort auf Fragen wie „Schlafen?“ oder „Anziehen?“ und allem, was Töchterchen sonst noch nicht möchte.
Gegenteil von Oke.

Oke
Bestätigung.
Gegenteil von Nein.

Oma
Bezeichnung für ihre Oma. Auch gerne verwendet für ältere Frauen.

Ohnein!
Ausruf immer dann, wenn irgendetwas nach Töchterchens Meinung nicht so ist, wie es sein sollte. Oft gebraucht, etwas verschüttet wurde oder beim Spielen.

Ohr
Interessantes Körperteil, an das sich Mama glitzernde Steinchen hängt.

Peri
Perry, das Schnabeltier

Pferd
Gerne verwechselt mit: Kuh, Poni

Pipi
Hinterlassenschaft in der Windel. Zusätzlich Feststellung, falls ein Tier dabei beobachtet wird.
Wird unterschieden von A-a

Poni
Gerne verwechselt mit: Kuh, Pferd

Putt
Feststellung, wenn etwas zerbrochen ist oder nicht mehr geht, wie vorher. Geht meist mit dem Bringen des kaputten Objektes einher.

Raus?
Beliebtestes Mittel gegen Langeweile, insbesondere bei warmen Wetter. Geht meistens mit dem greifen nach einer Hand oder dem Bringen von Schuhen und Jacken einher.
Siehe auch: Guck da!

Reßi
Ihr Lieblingsstofftier.
Siehe auch: Füchü

Sapt
Saft. Besonders beliebt zum Essen.

Sitz
Kommando für den Hund – auf das er aber nur hört, wenn Töchterchen etwas essbares in der Hand hat.

Singe
Beliebte Aufforderung abends im Bett.

Socke
Kleidungsstück, das nur dann beliebt wird, wenn es raus geht. Zumeist in der Wohnung irgendwo liegen gelassen.
Siehe auch: Chuhe

Taktor
Derzeit alles, was laut, kleiner als ein Bus und größer als ein Auto ist.
Siehe auch: Bagger

Tani
Kastanie. Wird gerne gesammelt und durch die Gegend gerollt.

Under!
Aussage, wenn sie irgendwo herunter möchte und nicht selbst klettern kann oder will. Geht meistens mit vorherigem Gejammer einher.

Vokel
Alles, was Flügel und einen Schnabel hat.

Waaahaaas?
Beliebteste Antwort auf das Rufen ihres Namens.

Wassa
Flüssigkeiten, bevorzugt klare. Wird unterschieden von Milch, Sapt, Pipi und Bäh! / Bähhhh.

Weg!
Befehlt, wenn irgendetwas lebendiges (bevorzugt Hund oder Katze) im Weg liegt.

Wello
Name unseres Hundes. Bevorzugte Anwendungen auf den Spaziergängen oder auch einfach so.
Siehe auch: Geh! / Go!, Halt!, Sitz

Wickel
Kundgabe, wenn Töchterchen ins Bad zum wickeln gebracht wird.
Siehe auch: A-a

Mittlerweile ebenfalls dazugekommen sind diverse Tierlaute. Die Namen der Tiere sagt sie zwar noch nicht alle, weiß aber trotzdem, wie die Tiere klingen:

Hund: Wuff Wuff!
Katze: Mau
Krähe: Krah! Krah!
Kuh: Muh
Schaf / Ziege: Mähh
Eule: Huhu
Ente: Quak quak
Wolf: Ahuuuu!

Und nun ganz neu: Sätze 😀

Alpert / Fuß weg! – Alles störende muss beseitigt werden, sei es eine Katze, die neben ihr auf dem Bett liegt, wenn sie sich umdrehen will oder die Füße ihres Bruders auf der Sofalehne.
Das ist Wassa! – Feststellng beim Radfahren am Fluss.
Daddy Auto weg – Feststellung beim Blick aus dem Fenster.
Daddy Auto putt – Feststellung auf die Erklärung, weswegen Daddy Auto weg ist.
Gute Nacht Daddy! / Jaja! – Wird jeden Abend gesagt, wenn der Weg an Daddys und Söhnchens Zimmer vorbei zum Schlafzimmer führt.
Hoch we Fugzeug! – Schaukelspielchen.
Komm mit! – Forderung, die meistens auf ein „Hand!“ folgt und mit der sie etwas zeigen möchte.
Nein, kein anzieh / esse / Pulli / Wello / etc. – Antwort bei entsprechender Unlust auf die entsprechende Frage.
Tschüss Bus / Daddy / Mama / Zug / etc. – Alles was erkannt wird, wird auch gerne verabschiedet.
Wello geh! – Auf den Spaziergängen gern benutztes Kommando, wenn der Hund schnuppernder Weise stehen bleibt.
Wo ist Hund / Medi / Nase / etc.? Da ist Hund / Medi / Nase /etc. – Spaziergangsspielchen.

Anekdote: Wenn Mama es zugenau nimmt

Diese Art von Gesprächen häufen sich derzeit.

Söhnchen: Mama, kann ich nen Apfel?
Mama: Aus dem Fenster werfen?
Söhnchen: Nein, essen natürlich.
Mama: Dann frage das doch auch.
Söhnchen: Kann ich nen Apfel essen?
Mama: Ob du einen essen kannst, weiß ich nicht. Aber du darfst einen essen.

Manchmal bin ich in Sachen Sprach einfach etwas kleinlich, aber ich möchte wenigstens wissen, dass Söhnchen auch weiß, wie die Frage richtig heißt 😉

Apfelbaum

Mein Kleinkindwörterbuch – Stand August 2013

Was sich in ein paar Monaten alles tut. Mit einem Wortschatz von um die 50 Worten liegt Töchterchen nun genau im Schnitt (wie zum Beispiel bei Knetfeders Kleinkindpädagogik nachzulesen). Also brauche ich eine Aktualisieruzng meines Kleinkindwörterbuches. Alle neuen Worte in Lila, alle veränderten in grün.

A-a
Feststellung, wenn Töchterchen in die Windel gemacht hat. Meist einhergehend mit einem strengen Geruch.

Alpert
Name unseres Katers. Sehr oft im Haushalt gerufen und dank des A am Anfang für Töchterchen sehr eingängig.

All
Feststellung, wenn leckere Sachen wie Joghurt, Chips, Käsepfannkuchen und anderes – bevorzugt in offenen Packungen herumstehendes – leer ist.

Amal!
Nochmal!

An
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: Aus

Anzieh
Bevorzugter Ausdruck dann, wenn sie ihre Schuhe anziehen will oder ein Kleidungsstück ausziehen.
Oft in Kombination mit: Raus?

Apel
Derzeitiges Lieblingsobst und leichter auszusprechen, als „Banane“.

Au / Aua
Ausspruch, wenn sie sich weh getan hat. Geht meistens mit dem Einfordern eines Kusses auf die schmerzende Stelle einher.

Aus
Beliebtes Spiel mit dem Lichtschalter.
Siehe auch: An

Auto
Fast alles fahrende, das laute Brummgeräusche macht.
Ausnahmen: Bus

Ball
Beliebtes Spielzeug.

Bäh! / Bähhhh
Alles, was sie nicht anfassen soll und was in Töchterchens Augen eklig auszieht. Darunter fallen u.a. Schnecken, Schlamm und Windeln.
Siehe auch: Ahah

Bauch
Interessantes Körperteil mit Loch in der Mitte, über das auch Mama, Daddy und Jaja verfügen. Gut, um gekitzelt zu werden.
Siehe auch: Fuß

Bett
Selten angewendet, wenn sie lieber in ihrem eigenen Bett, als im Elternbett einschlafen möchte.

Buch
Interessantes Objekt, mit dem (vor)lesen gespielt wird. Meist genutzt werden die Bücher der aktuellen Leseliste von Jaja und Mama.

Bus
Faszinierendes Fahrzeug, mit dem man auch fahren kann. Als einziges Fahrzeug bisher unterschieden von: Auto

Daddy
Bezeichnung für ihren Daddy, hin und wieder verwechselt mit „Mama(m)“.

Danke
Zweckentfremdet nicht nur, wenn Töchterchen etwas bekommt, sondern auch wenn sie jemandem etwas gibt.

Das!
Aufforderung, wenn Töchterchen etwas bestimmtes haben möchte. Geht meistens mit einem Fingerzeig einher.
Fungiert als Weiterentwicklung von Guck da!.

Fuß
Interessantes Körperteil mit dem man laufen, klettern und an dem man gekitzelt werden kann.
Siehe auch: Bauch

Geh! / Go!
Kommando an den Hund zum weiter gehen.

Guck da!
Was auch immer sie uns interessantes zeigen möchte.
Geht meistens mit dem vorherigen Greifen nach einer Hand und einem entsprechenden Hinführen von Töchterchen einher.

Hallo / Hi
Begrüßung, sobald jemand wieder kommt oder Töchterchen auch nur die Wohnungstür hört.

Halt!
Kommando an sämtliche Familienmitglieder, wenn sie für Töchterchens befinden schon zu weit weg gegangen sind.

Heiß
Ausdruck für alles, was wärmer ist, als ihre Hand.

Hoppala
Beliebter Ausspruch nach einem gespielten Sturz oder einem vorsetzlichen nicht hören.

Hör auf!
Kommando wahlweise an den großen Bruder, wenn es mal wieder Geschwisterzwist gibt, oder an die Haustiere, wenn Töchterchen sich an irgendetwas stört.

Hund
Haustierbezeichnung. Alles was „Wuff Wuff“ macht.
Siehe auch: Wello

Jaja
Name des großen Bruders. Mittlerweile auch oft in korrekter Form ausgesprochen.

Jacke
Zumeist einhergehend mit dem Holen der selbigen.
Zumeist in Komnination mit: Raus?.

Käse
Leckerer Snack für zwischendurch. Wird auch gerne an den Hund vergeben.

Katze
Haustierbezeichnung. Alles was „Mau“ macht.
Siehe auch: Alpert, Medi

Mama(m)
Bezeichnung für mich, hin und wieder noch verwechselt mit „Daddy“.
Auch gerne generell verwendet bei jüngeren Frauen.

Medi
Name unserer zweiten Katze, gerne verwechselt mit: Alpert.

Milch
Die geliebte Milch. Zumeist einhergehend mit dem Reichen einer leeren Milchflasche oder dem Führen zum Wasserkocher.

Nein
Derzeitiges Lieblingswort und beliebteste Antwort auf Fragen wie „Schlafen?“ oder „Anziehen?“.

Oma
Bezeichnung für ihre Oma. Auch gerne verwendet für ältere Frauen.

Raus?
Beliebtestes Mittel gegen Langeweile, insbesondere bei warmen Wetter. Geht meistens mit dem greifen nach einer Hand oder dem Bringen von Schuhen und Jacken einher.
Siehe auch: Guck da!

Sitz
Kommando für den Hund – auf das er aber nur hört, wenn Töchterchen etwas essbares in der Hand hat.

Singe
Beliebte Aufforderung abends im Bett.

Under!
Aussage, wenn sie irgendwo herunter möchte und nicht selbst klettern kann oder will. Geht meistens mit vorherigem Gejammer einher.

Vokel
Alles, was Flügel und einen Schnabel hat.

Wassa
Flüssigkeiten, bevorzugt klare. Wird unterschieden von Milch und Bäh! / Bähhhh.

Wello
Name unseres Hundes. Bevorzugte Anwendungen auf den Spaziergängen oder auch einfach so.
Siehe auch: Geh! / Go!, Halt!, Sitz

Wickel
Kundgabe, wenn Töchterchen ins Bad zum wickeln gebracht wird.
Siehe auch: Ahah

Mittlerweile ebenfalls dazugekommen sind diverse Tierlaute. Die Namen der Tiere sagt sie zwar noch nicht (von Hund und Katze einmal abgesehen), weiß aber trotzdem, wie die Tiere klingen:

Hund: Wuff Wuff
Katze: Mau
Kuh: Muh
Schaf / Ziege: Mähh
Eule: Huhu
Ente: Quak quak
Wolf: Ahuuuu!

„Wenn die Sprache hüpft und singt“ von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Aus Neugierde habe ich bei einem Besuch in der Bibliothek nach Büchern zum Thema Sprachentwicklung geschaut und bin auf dieses Buch gestoßen. Da Töchterchen sich für Musik begeistern kann, nahm ich es mit – ohne vorher einen Blick hineingeworfen zu haben.

Wenn die Sprache hüpft und singt : Sprachförderung mit Musik für Kita-Kinder von 0 bis 3 Jahren
Von Andrea Rittersberger und Viktoria Stopa

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Cornelsen Scriptor (März 2012)
ISBN: 978-3-589-24750-9

Der Aufbau des Buches ist einfach: Auf einen theoretischen Teil folgt ein praktischer.
Am Anfang wird der Verlauf der kindlichen Sprachentwicklung zusammengefasst und im Zusammenhang mit Musik näher erläutert. Die Informationen sind solide und mit Beispielen erklärt. So wird unter anderem gezeigt, in welchen Situationen Lieder in den (Betreuungs)Alltag eines Kleinkindes eingebaut werden können und wie dies helfen kann, die Sprachfähigkeit zu fördern.
Im praktischen Teil sind einzelne Lieder aufgeführt, dazu Spiel- und Bewegungsanleitungen für Kindergruppen. Ebenso gleichwertige Beispiele für Instrumente. Als kleinen Leckerbissen gibt es am Ende einen (leider) kurzen Praxisbericht.
Auch Literaturangaben und Beispiele für CDs mit den aufgeführten Liedern dürfen nicht fehlen.

Das Buch ist übersichtlich gestaltet, wartet aber mit wenigen auflockernden Bildern auf. Da es sich allerdings um ein Fachbuch der Pädagigik handelt, fällt dieser Umstand meines Erachtens nicht ins Gewicht. Die Absätze sind kurz, haben aber dennoch immer Beispiele und Erklärungen zum Thema.

Wer sich einen Überblick über das Buch verschaffen will, kann auf den Webseiten des Verlages einen Blick in das Buch werfen.

Fazit: – 2,5 von 3 Schmetterlingen

Obwohl es sich um ein Fachbuch handelt, war das Buch sehr gut verständlich. Auch die Spielebeispiele, wie die Lieder im Kindergartenkreis eingesetzt werden können, sind schön und gut umzusetzen. Sehr schön ist auch: es gibt für jedes Lied immer noch eine Variante für einen Familienkreis.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass jemand, der keine Noten lesen kann, zuerst die Lieder irgendwo auftreiben muss, um sie umzusetzen.

Alles in allem hat sich das Buch seine zweieinhalb Schmetterling verdient. Den halben Schmetterling angezogen habe ich, weil ich mir etwas tiefergehende Informationen zur eigentlichen Sprachentwicklung erhofft hatte, die dem Buch nicht geschadet hätten.

Mein Kleinkindwörterbuch – Stand Mai 2013

Töchterchens Wortschatz ist noch immer überschaubar. Also dachte ich, ich lege ein kleines Wörterbuch an, denn irgendwann wird das ganze rapide anwachsen und neue Worte und Bezeichnungen keine Seltenheit mehr sein.
Hier also die ersten richtigen Worte 🙂

Alpert
Name unseres Katers. Sehr oft im Haushalt gerufen und dank des A am Anfang für Töchterchen sehr eingängig.

All
Feststellung, wenn leckere Sachen wie Joghurt, Chips, Käsepfannkuchen und anderes – bevorzugt in offenen Packungen herumstehendes – leer ist.

Apfel
Derzeitiges Lieblingsobst und leichter auszusprechen, als „Banane“.

Au / Aua
Ausspruch, wenn sie sich weh getan hat. Geht meistens mit dem Einfordern eines Kusses auf die schmerzende Stelle einher.

Danke
Zweckentfremdet nicht nur, wenn Töchterchen etwas bekommt, sondern auch wenn sie jemandem etwas gibt.

Daddy
Bezeichnung für beide Elternteile. Wen Töchterchen anspricht kommt darauf an, wer gerade neben ihr steht.

Geh! / Go!
Kommando an den Hund zum weiter gehen.

Guck da!
Was auch immer sie uns interessantes zeigen möchte.
Geht meistens mit dem vorherigen Greifen nach einer Hand und einem entsprechenden Hinführen von Töchterchen einher.

Hallo / Hi
Begrüßung, sobald jemand wieder kommt oder Töchterchen auch nur die Wohnungstür hört.

Halt!
Kommando an sämtliche Familienmitglieder, wenn sie für Töchterchens befinden schon zu weit weg gegangen sind.

Hoppala
Beliebter Ausspruch nach einem gespielten Sturz oder einem vorsetzlichen nicht hören.

Hör auf!
Kommando wahlweise an den großen Bruder, wenn es mal wieder Geschwisterzwist gibt, oder an die Haustiere, wenn Töchterchen sich an irgendetwas stört.

Jaja
Name des großen Bruders.

Raus?
Beliebtestes Mittel gegen Langeweile, insbesondere bei warmen Wetter. Geht meistens mit dem greifen nach einer Hand oder dem Bringen von Schuhen und Jacken einher.
Siehe auch: Guck da!

Sitz
Kommando für den Hund – auf das er aber nur hört, wenn Töchterchen etwas essbares in der Hand hat.

Wello
Name unseres Hundes. Bevorzugte Anwendungen auf den Spaziergängen oder auch einfach so.
Siehe auch: Geh! / Go!, Halt!, Sitz

Sprachentwicklung

Kleine Künstlerin

Kleine Künstlerin @ Helene Souza / pixelio.de

Einer der wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung eines Kindes ist das Sprechen. Neben dem Laufen ist es meines Erachtens der wichtigste Schritt in der Entwicklung vom Baby zum Kleinkind. Und: Welche Mutter ist nicht gespannt auf das erste Wort?

Expertenstimmen

Die Sprache ist ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines Babys. Schon im Mutterleib kann es die Stimmen der Familie wahrnehmen, ist es auf der Welt, wirken die bekannten Stimmen beruhigend. Damit beginnt bereits das Verständnis für Sprache. Zunächst lernt das Kind die Emotionen aus dem Tonfall herauszuhören; Glück, Angst und Trauer sind nur einige Beispiele. Die grundlegenden Eigenheiten der Muttersprache, wie bestimmte Betonungen und Lautbildungen, begreift es bereits in den ersten Lebensmonaten. Später begreift es den Sinn der Worte selbst.

Wie auch das Laufen, verläuft die Sprachentwicklung sehr individuell. Dennoch können bestimmte Sprachetappen definiert werden:

Sprachentwicklung @ Broschüre: das baby / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Sprachentwicklung @ Broschüre: das baby / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bis zum 18ten Lebensmonat können Kinder bereits einige Worte sprechen; die Menge aber ist sehr weit gedehnt. Dabei kann es zwischen wenigen Worten und einem ganzen Wortschatz schwanken. Grundlegend sind es Benennungen von Gegenständen und Personen. Das Verständnis ist jedoch breiter gefächert. Verbote zum Beispiel kann ein Kind auf eine Bestimmte Sache beziehen, auch ohne das Wort zu kennen.
Bis zum zweiten Lebensjahr ist die Sprachentwicklung zumeist so weit vorangeschritten, dass das Kind über einen großen Wortschatz verfügt und beginnt Zweiwortsätze zu bilden.

Das Sprechen lernen kann nicht beschleunigt werden. Jedes Kind hat seine Zeit und seinen eigenen Lernrhythmus. Eltern können dabei höchstens unterstützen, indem sie dem Kind möglichst viel in möglichst einfachen Sätzen erklären und auf es eingehen, wenn es etwas „wissen“ möchte.

Zwei so unterschiedliche Kinder

Ich erinnere mich noch genau an die ersten Worte meines Sohnes. Er war 13 Monate alt, als er „Auto“ sagte und damit zielgerichtet sein Spielzeug meinte. Nicht lange danach folgten auch „Mama“ und „Daddy“. Es war alles ganz klar und deutlich; Söhnchen hat eben von Anfang an nur etwas getan, wenn er sich sicher darin fühlte.
Aber wie das nun einmal so ist: Bei Töchterchen ist alles anders.

Uns wurde oft gesagt, Mädchen seien mehr darauf fixiert, Sprechen zu lernen als Laufen. Aber wenn die Mutter schon viele Frauen-Klischees nicht erfüllt, weswegen sollte es dann die Tochter? Nein, Töchterchen hat viel mehr Spaß an Bewegung, das habe ich in meinem Beitrag Mit großen Schritten vom Baby zum Kleinkind schon erzählt. Aber das Sprechen scheint sie nicht so sehr zu lieben.
War es bei Söhnchen immer sehr eindeutig, was gemeint war, scheint es bei Töchterchen doch eher schwammig – zumindest für uns. Sie scheint fest der Meinung zu sein, dass mein Mann und ich gleichwertig „Dada“ sind und unsere Haustiere, Katzen wie Hund, alle zusammen „Katze“. Genauso gibt es für alle Pflanzen und alles, was groß ist ein „Baum“. Manchmal kommt noch ein „Jaja“, was eventuell eine Bezeichnung für Söhnchen sein könnte. Aber wirklich eindeutig ist es nicht.

Sind ihre Worte selbst etwas diffus, bin ich zumindest sicher, dass sie bereits viel versteht. Frage ich sie nach Namen, kann sie mir zeigen, wer gemeint ist. Auch bestimmte Gegenstände deutet sie korrekt heraus. Zudem bekundet sie auch oft mit einem „Da“, dass sie wissen möchte, wie etwas heißt. Besonders gerne macht sie das auf den Spaziergängen, bei denen sie zu dem Objekt der Begierde auch gleich hinrennen kann. Aber die Freude an Bewegung überwiegt noch immer. Hier wird gerannt oder ein Deckel auf die leere Wasserflasche gedreht, dort getanzt oder ausprobiert, wie gut sie schon auf Zehenspitzen stehen kann. Dabei wird plappernder Weise auch viel erzählt, an richtigen Worten fehlt es aber noch. Sie verbringt doch lieber viel mehr Zeit damit, herauszufinden, wie sie auf ein Möbelstück hinaufklettern kann, als sich zum Beispiel mit einem Buch hinzusetzten und wissbegierig jemanden auszufragen.

Fazit

Töchterchen lässt sich mit dem Sprechen Zeit, so ist das nun einmal. Hat ihr Bruder gleichzeitig mit Laufen und Sprechen begonnen, übt sie sich lieber in divesen Bewegungsabläufen. Jedes Kind ist nunmal anders und meine Kinder lassen sich schonmal gar nicht in eine Schublade stecken. Während mein Sohn sehr sensibel ist und seine Stofftiere liebt, entwickelt sich Töchterchen eher zu einer kleinen Draufgängerin.

Quellen:

das baby : Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Online unter: http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/das-baby-ein-leitfaden-fuer-eltern/

Knetfeders Kleinkindpädagogig: Sprachentwicklung

eltern.de: So lernen Babys sprechen