Tag-Archiv | Kindergarten

Anekdote: Erste Hilfe einer 5-Jährigen

Auf dem Spielplatz traf Töchterchen eine Freundin aus dem Kindergarten. Sie spielten, ich las – bis Töchterchen mit ihrer Freundin zu mir kam und mich nach einem Pflaster fragte. Ihre Freundin habe sich beim Spielen den Fuß aufgeschürft, ein kleiner Kratzer, der aber ein sehr leidendes Gesicht verursachte. Leider konnte ich weder mit einem Taschentuch noch mit einem Pflaster oder Ähnlichem dienen.
Aber Töchterchen half trotzdem. Sie nahm meine Wasserflasche und meinte: „Mit Wasser kann man sie sauber machen!“ Und das tat sie dann. Allein diese kleine Geste half ihrer Freundin bereits und beide gingen wieder spielen.

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Die Auto-Kolonnen-Blockade – oder: ein Schulweg ohne Autos?

Es wird Frühling. Nach den eisigen morgenden, werden die Tage wieder Wärmer und trockener und meine Kinder freuen sich darauf, wieder Radfahren zu können. Klar, dachte ich bei mir, Töchterchen mit dem Fahrrad zum Kindergarten bringen ist schöner, als mit dem Bus zu fahren. Sohnemann hatte sich vom Winter ohnehin nur selten davon abhalten lassen, mit dem Rad oder seinem Roller zur Schule zu fahren. Aber für Töchterchen war es zu kühl – zumal ihr Weg ungleich länger ist, als Sohnemanns.

 

Horden von Autos

Mit großer Freude setzte sich Töchterchen an dem Morgen auf das Fahrrad, als ich endlich zustimmte, mit dem Rad zum Kindergarten zu fahren. Am ersten Tag waren wir spät dran, doch am Tag darauf dachte ich, mich tritt ein Pferd. Wir waren äußerst früh unterwegs. Unser Weg führt an einer stark befahrenen Straße entlang, an der mehreren Schulen ihre Zufahrt haben. Und die Autos standen Schanlge, um zu den Schulen einbiegen zu können.
Töchterchen fuhr langsamer auf dem Radweg. Ihr waren die ganzen Autos sichtlich nicht geheuer. Doch sie verließ sich auf mein Wort, wir hätten vorfahrt. Die meisten Autofahrer beherzigen das zum Glück auch, besonders, wenn sie ein kleines Kind auf einem Fahrrad sehen. Dann nehmen sie Rücksicht. Aber was ist mit den Größeren?

Diese Frage stellte ich mir ein paar Tage später ein weiteres Mal. Der Mann brachte Töchterchen in den Kindergarten und ich konnte Sohnemann zu Schule begleiteten – ebenfalls mit dem Fahrrad. Es ist für mich praktisch, denn die Schule liegt auf dem Weg zum Bahnhof. Doch auch da stauten sich die Autos. Um die ganze Schule herum drängte sich Auto um Auto, in allen Größen und allen Farben.
Käme Sohnemann nicht jeden Morgen von der Seite, an der keine Einfahrt für Autos ist, hätte sogar ich darüber nachgedacht, ihm zu verbieten mit dem Rad zu fahren. Sicherlich, Sohnemann hat seine Prüfung abgelegt und auch bestanden. Aber Kinder sind für gewöhnlich trotzdem nicht unbedingt verkehrssicher; da hapert es ja schließlich auch bei so manchem Erwachsenen. Doch diese Kolonnen von Autos, die alle unbedingt ein einziges Kind abladen müssen, um dann mühevoll in der Sackgasse hinter der Schule zu drehen und sich wieder raus zu schlängeln, ist für Kinder sicher alles andere als eine Motivation vielleicht selbstständig mit dem Rad zur Schule zu kommen.

 

Die Unsicherheiten des Schulweges

Ein gängiges Argument für Eltern, ihre Kinder mit dem Auto zu bringen ist der „unsichere Schulweg“. Gut, da habe ich durchaus Verständnis. Sohnemanns Schulweg könnte auch sicherer sein, denn er muss genau an jeder stark befahrenen Straße über die Ampel, an der ich mit Töchterchen zum Kindergarten entlangfahren muss. Trotzdem ist es doch wohl keine Lösung, stattdessen selbst mit dem Auto hinzufahren. Im Gegenteil: dadurch ist ein Auto mehr in der Blockade.
Ich verstehe auch das Argument, dass man ohnehin auf dem Weg zur Arbeit an der Schule vorbeifährt und das Kind dort absetzen kann. Aber wozu muss man es dann bis vor die Tür fahren? Mal ehrlich, ist es denn so schwer, es an der Kreuzung vorher einfach rauszulassen, dass es das letzte Stück laufen kann? Oder ist auch das zu gefährlich, weil da ja eine ganze Meute von Autos vor der Schule lauert, nur um das nächste Kind anzufallen? Oder ist es nur diese elende Bequemlichkeit des Autos, die alle rigoros ausnutzen wollen?
Ich weiß es nicht und werde es als jemand, der selbst kein Auto fährt, wohl nie verstehen.

 

Selbstständigkeit und Vertrauen

Bei diesen Auto-Kolonnen geht mir noch etwas durch den Kopf: diese Eltern nehmen ihren Kindern doch auch ein Stück ihrer Selbstständigkeit und des Vertrauens. Ja, ich begleite meinen Sohn auch ein oder zwei Mal in der Woche zur Schule, aber der Fokus liegt auf dem Wort „begleiten“. Die Schule liegt auf meinem Weg und ich verbringe gerne etwas Zeit mit Sohnemann. Wir reden die zehn Minuten über alles mögliche und ich denke, er genießt die Zeit, die er mich für sich alleine hat. Aber ich weiß, dass er in der Lage ist, den Weg alleine zu bewältigen. Ich vertraue ihm. Schon zwei Wochen nach der Einschulung wollte er ersteinmal alleine gehen – und ich habe ihn gelassen. Denn bei Sohnemann war es immer schon sehr einfach: was er sich zutraut, das kann er auch.

Auch dann, wenn Töchterchen zur Schule gehen wird, werde ich sie ab und zu begleiten – sofern sie es möchte. Derzeit spricht sie davon, dass sie alleine zum Kindergarten gehen möchte. Klar, sie kennt den Weg, aber da sind diese Auto-Kolonnen vor den Schulen …

Ungeziefer – oder: Warum man sich über Läuse freuen sollte

Jeder kennt sie, jeder hatte sie schon mal: Läuse. Wir hatten mittlerweile schon vier Mal das Vergnügen, seit Sohnemann in der Schule ist. Und auch, wenn Läuse weder gefährlich, noch ein Anzeichen für mangelnde Hygiene sind, es ist Ungeziefer und einfach nur „ihhhbä!“, um es mit Töchterchens Worten auszudrücken.

Nun fragt ihr euch wahrscheinlich – und berechtigter Weise: Warum schreibt sie über Läuse?
Die Antwort darauf ist einfach: Weil es ein Schämthema ist obwohl es keinen Grund gibt, sich deswegen zu schämen.

 

Läusepanik

Diese Läusepanik kennt wahrscheinlich jeder Erwachsene, der schon einmal seine Kinder hat entlausen müssen. Ungeziefer! Ihh! Ja, das war beim ersten Mal auch meine Reaktion. Allerdings war mir da noch nicht klar, wie man Läuse eigentlich wieder los wird. Mir war nur klar, dass ich nicht in Panik verfallen sollte. Habe ich Panik, haben sie die Kinder auch. Dazu kam noch: ich musste zwei wissensdurstigen Kindern natürlich auch erklären, was Läuse sind, warum deswegen der Kopf juckt und weswegen sie deswegen auch noch zuhause bleiben müssen. Und vorallem Töchterchen stellte mir noch mehr Fragen, als wir sie vor zwei Jahren das erste Mal entlausen mussten.
Aber für so etwas gibt es Abhilfe. Für alles, was ich nicht auf Anhieb beantworten kann, frage ich zuersteinmal YouTube, ob es vielleicht einen Beitrag aus Der Sendung mit der Maus gibt. Und ja, den gab es. Auch beim letzten Läusebefall schauten wir uns zuerst noch einmal zusammen das Video an:

 

 

Und schon waren so ziemlich alle Fragen beantwortet. Die Kinder wussten, weswegen sie ein Antiläusemittel auf den Kopf bekamen und weswegen ich in den nächsten Tagen viel Zeit damit verbringen musste, ihre Haare gut auszukämmen. Sie halfen mir die Bettwäsche zu wechseln und ihre geliebten Pillowpets zu waschen.
Manchmal kann Erklären so einfach sein 😉

Es muss übrigens nicht immer die Maus sein, die etwas erklärt. Vor zwei oder drei Wochen bin ich zufällig noch über ein Video bei Quarks&Co gestolpert, das sich ebenfalls mit Läusen beschäftigte.

 

Doch auch, wenn man all das weiß, gibt es doch eines, dass sich nicht abstellen lässt: Sobald man von Läusen spricht, oder auch nur über sie nachdenkt, beginnt der Kopf zu jucken, ganz automatisch.

 

Der Dank der Kita

Als ich Anfang des Jahres Läuse auf den Köpfen beider Kinder und leider auch auf meinem eigenen entdeckte, griff ich zum Telefon, um beide Kinder zu entschuldigen. Es war die erste Schulwoche nach den Ferien, aber es half nichts: Sohnemann musste zuhause bleiben und entlaust werden.
Ich rief also sowohl in der Schule, als auch im Kindergarten an, um Bescheid zu geben. Pflichtbewusst wie ich bin, sagte ich natürlich auch, worum es ging. Wenn ein Kind Läuse hat, kann man davon ausgehen, dass mehrere betroffen sind. Die Einrichtung muss das erfahren, damit sie die Information an die Eltern weiterleiten kann und damit dem Problem wirklich Abhilfe geschaffen werden kann.
Völlig verblüfft war ich jedoch, als sich eine der Damen am anderen Ende des Apparates bei mir bedankte. Viele Eltern melden leider nicht, wenn die Kinder Läuse hätten, meinte sie.
Eine ähnliche Geschichte erzählte mir die Apothekerin, bei der ich kurz darauf die gängigen Mittelchen zur Läusevernichtung einkaufte. Auch sie wies mich darauf hin, dass ich es Schule und Kindergarten melden müsse. Im Gespräch sagte sie mir, sie hätte schon erlebt, dass sich Eltern aus Zeitmangel gar nicht darum kümmerten, die Läuse loszuwerden. Und natürlich, dass sie sich schämten so etwas zuzugeben.

Das sind Dinge, die ich nie verstehen werde: Wie kann man einfach hinnehmen, dass sich so etwas wie Läuse weiter ausbreiten, weil es niemand außer mir wusste, das mein Kind Läuse hatte? Und das, wo es im Grunde nur Zeit und etwas Sorgfalt kostet, sie loszuwerden? Oder noch schlimmer: Wie kann man einfach hinnehmen, dass Ungeziefer auf den Köpfen der Kinder krabbelt? Die simple Tatsache, dass Sohnemann sich sechs Wochen später schon wieder Läuse eingefing, sagt mir, dass die Apothekerin recht hatte. Allem Anschein nach grassieren die Läuse bereits seit Ende letzten Jahres in der Schule. Und ja, es ist stressig, sein Kind nach ein paar Wochen erneut entlausen zu müssen, weil andere Eltern es nicht tun. Zum Glück bemerkte ich es beim zweiten Mal in diesem Jahr früh genug und Töchterchen und ich blieben dieses Mal verschont.

Und ja, ihr habt richtig gelesen: Ich hatte die Läuse ebenfalls. Das ist der grundlegende Nachteil eines Familienbettes. Ob Sohnemann die Läuse an mich weitergab und ich sie an Töchterchen, oder umgekehrt, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Aber schliefe Töchterchen nicht immer noch dicht an mich gekuschelt, wäre mir die Läuse auf meinem eigenen Kopf erspart geblieben.

 

Mein Appel an euch

Liebe Eltern, nun folgt eine Aufforderung an Euch: Wenn euer Kind Läuse hat, bitte bitte meldet es den entsprechenden Einrichtungen. Läuse sind unangenehme und lästige kleine Gesellen, doch dort, wo Kinder die Köpfe zusammenstecken, können sie sich gut verteilen.
Wegen Läusen muss man sich nicht schämen. Im Gegenteil: Sie bedeuten, Eure Kinder haben genug soziale Kontakte. Ohne diese, könnten sie nicht von einem Kopf auf den anderen klettern.

Also freut Euch doch das nächste Mal, wenn Ihr Läuse findet! Denn dann wisst ihr mit Sicherheit, Eure Kinder haben Freunde.

Die falschen Kartoffeln – oder: Was Ernährungsgewohnheiten bewirken können

Ernährung halte ich für ein wichtiges Thema. Ich bin zum großen Teil vegetarisch aufgewachsen und war schon Flexitarierin, als der Vegetarismus noch lange kein Trend war und ich mich in Restaurants mit Beilagen begnügen musste. Damals nannte ich mich „Gelegenheitsfleischesserin.“
Den Schritt zur richtigen Vegetarierin tat ich, kurz bevor ich mit Töchterchen schwanger wurde. Obwohl ich mir vornahm, in der Schwangerschaft eventuellen gelüsten nach Fisch (ja, ich war eine Fischliebhaberin) nachzugeben, hatte ich dieses Bedürfnis nie. Seit dem Entschluss vor mittlerweile sechs Jahren bin ich nicht mehr abgewichen und musste mich natürlich auch den Fragen meiner Kinder stellen, weswegen ich kein Fleisch und keine echte Wurst esse. Denn der Mann isst Fleisch. Er isst leider sogar gerne Fleisch und wenn er kocht, dann ist immer Fleisch drin.

Mein vegetarisches Grundrezept

Dadurch, dass ich die Hauptköchin bei uns bin und auch frisches und saisonales Biogemüse bevorzuge, haben meine Kinder eine ähnliche Kindheitsernährung, wie auch ich sie genießen durfte. Auch, als ich noch Flexitarierin war, habe ich nie selbst mit Fleisch gekocht und mich nur ab und zu mal an einem Fischfilet versucht. So kam es natürlich, dass auch meine Kinder weitestgehend vegetarisch ernährt werden.
Als ich dann bei Töchterchen mit Beikost begann, hielt ich mich auch da an mein vegetarisches Grundkonzept. Ich kochte verschiedenes Gemüse und verarbeitete es zu Brei. Gekaufte Gläschen kamen mir nicht ins Haus, unter anderem weil es wenig Auswahl in Bioqualität und ohne Fleisch gab. Allein der Gedanke, dass mein eigenes Kind ein anderes Kind, ein Tierkind, essen sollte, ein Lamm oder Kalb, verursachte mir Übelkeit. Also ließ ich es. Während der Breizeit bekam sie also gar kein Fleisch und auch keine anderen Tierprodukte.

Aber auch Kinder werden größer und wollen andere Dinge ausprobieren und ich bin die Letzte, die versuchen würde in dieser Richtung etwas zu verbieten. Käse hatte Töchterchen schnell für sich entdeckt. Die Wurst, die der Mann für sich kaufte und das bisschen Fleisch an seinen Gerichten, aßen sie irgendwann auch. Allerdings sind sie beide mittlerweile so weit, dass sie lieber die vegetarische Wurst essen und auch nicht immer das Fleisch, dass der Mann ihnen vorsetzt. Und das ist gut. Sie setzen sich also durchaus mit der Ernährung auseinander.

Brotboxeninhalte

Immer mal wieder bekommen die Kinder Broschüren und Flyer aus dem Kindergarten oder der Schule mit, in denen es um ein gesundes Frühstück geht. Immer, wenn es so weit ist, schaue ich mir die Informationen an und befinde, dass das all das doch eigentlich selbstverständlich ist. In Brotboxen gehört Brot, am besten Vollkorn, und etwas Obst. Der Brotbelag variiert zwischen Frischkäse, Veggi-Wurst und Schokocreme – Letztere dürfen die Kinder einmal die Woche haben. Bei uns war also immer alles im Lot.
Ein Licht ging mir erst auf, als der Mann seinen Minijob begann und das erste mal eine Kleinkindergruppe betreute. Er ist nicht das leuchtende Beispiel für eine gesunde Ernährung, doch was er in den Brotboxen der Kinder sah, schockierte ihn – und im Grunde auch mich. Natürlich zielen diese Flyer nicht auf Mütter wie mich ab. Ich mache mit dem Frühstück meiner Kinder alles richtig -im Gegensatz zu vielen anderen. Der Mann redete sich in seiner Zeit dort den Mund fusselig, und versuchte den Eltern zu verdeutlichen, dass Milchschnitte und Joghurt kein ausgewogenes Frühstück war.
Auch das Resultat solcher Ernährung bekam er zu sehen: eine Dreijährige hatte so schlimmen Karies, dass sie ihre Milchzähne alle wurzelbehandelt und überkront bekam. Ihre MILCHZÄHNE! Aber laut der Eltern ließ sie sich eben nicht die Zähne putzen. Laut der Eltern aß sie auch nichts anderes, als das, was der Mann täglich in ihrer Brotbox sah. Töchterchen fand sich schnel damit ab, dass sie im Gegensatz zu anderen Kindern keinen Joghurt im Kindergarten frühstücken darf, denn Joghurt ist bei uns Nachtisch.
Diese Gewohnheiten tragen die Kinder ihr Leben lang mit, so lange sie nicht anfangen, sich darum Gedanken zu machen.

Bio vs. Billig

Eine dieser Gewohnheiten, die ich meinen Kindern offensichtlich vermittelt habe, stufe ich als positiv ein, denn: Es bedeutet Biogemüse und -obst schmecken anders. Ich rede es mir nicht ein, auch Andere bemerken es. Zum Beispiel meine Kinder.
Vor über einem Jahr war es so weit, dass Töchterchen länger im Kindergarten bleiben und dort auch zu Mittagessen musste. Ich gebe zu, Töchterchen ist nicht ganz einfach, was das Essen betrifft. Ließe man sie, würde sie sich wohl nur von Äpfeln und Schokolade ernähren. Was aber auch immer ging, waren Nudeln und Kartoffeln – bis sie mir schon in der ersten Woche des Mittagessens im Kindergarten erzählte, die hätten da die falschen Kartoffeln und diese würden ihr nicht schmecken.
Problemetisch wurde es, als Sohnemann im Sommer endlich auch in die Nachmittagsbetreuung der Schule gehen konnte. Zuerst freute ich mich, denn es bedeutete, ich musste mich nicht mehr jeden Abend hinstellen und etwas kochen. Ich begann am Wochenende Kleinigkeiten vorzukochen, mit denen ich mir unter der Woche schnell etwas Warmes am Abend zaubern konnte. Zuerst hängte sich der Mann wieder dran. Seine Aussage „Lass mein Abendessen meine Sorge sein“ löste sich in Luft auf. Danach dauerte es aber nicht lange, bis auch Sohnemann ankam und mich fragte, ob ich nicht abends wieder für alle kochen könnte, denn die Kartoffeln in der Nachmittagsbetreuung würden so wässrig schmecken.

Das moralische Debakel

Im Kindergarten und in der Schule bekommen die Kinder natürlich auch Fleisch vorgesetzt. Sohnemann weiß, weswegen ich Vegetarierin bin. Er weiß, dass ich es einfach nicht für richtig halte, Lebewesen so zu behandeln, wie es in der Massentierhaltung getan wird. Und er ist das, was ich noch vor einigen Jahren war: Flexitarier. Töchterchen hat es mit ihren gerade mal fünf Jahre bevorzugt, sich keine Gedanken darüber zu machen, ob das, was sie im Kindergarten bekommt richtiges Fleisch ist. Sie ist fest davon überzeugt, auch dort bekommen sie vegetarisches Schnitzel, wie ich es auch manchmal mache. Selbst nachfragen möchte sie aber nicht.
Zum Jahreswechsel geriet ich nun abermals ins Grübeln, wie bereits vor sechs Jahren. Ich fasse nie Vorsätze für das neue Jahr. Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, denn wenn ich etwas ändern will, sollte ich dann anfangen, wenn ich erkannt habe, dass ich etwas ändern will, anstatt damit zu warten. Dennoch habe ich mich gefragt, ob es nicht möglich wäre, vielleicht Veganerin zu werden und auf jegliche tierische Produkte zu verzichten. Doch allein diese Überlegung eröffnete mir, dass es nicht ganz so einfach wird, wie der Schritt zur Vegetarierin. Aber ich kann nach und nach meine Ernährung prüfen und zunächst Kleinigkeiten ändern, sowohl für mich selbst als auch beim Kochen. Ich kann mehr veganes in meinen Alltag bringen. Und in einem bin ich mir sicher: Meine Kinder werden es bemerken.

Über Leichen in die Bibliothek – oder: Beitrag zur Blogparade „Was mache ich eigentlich beruflich?“ #workingblogger

Da stolpert man über eine interessante Blogparade mit einem Thema, zu dem man ohnehin schon mal etwas schreiben wollte und hat dann sogar noch zwei Wochen Zeit, selbst einen Artikel zu verfassen. Zwei Wochen heißt bei mir etwas 4 bis 5 Stunden verteilt auf zwei Wochenenden. Viel mehr Zeit für meine Blogs bleibt mir einfach nicht.
Und genau darum geht es auch in der Blogparade: »Was mache ich eigentlich beruflich?« von Großstadtküste (#workingblogger). Denn, wenn ich etwas schon öfter erwähnt habe, dann dass ich berufstätig bin.

Familie, Beruf und Hobby – all diese Dinge muss ich unter einen Hut bekommen. Leider wird es einem dabei oft nicht ganz einfach gemacht. Ich bin Pendlerin und habe noch dazu nur einen Führerschein für mein Fahrrad, nicht aber für irgendetwas, dass einen richtigen Motor hätte. Die größte Tageshürde ist derzeit der Kindergarten, der leider im falschen Stadtteil liegt.
Nachdem ich also zwischen 5:30 bis etwas 8:30 erst einmal alles erledige, was ich so zu erledigen habe (das umfasst mich fertig machen, schreiben, den Hundespaziergang, die Kinder fertig machen und wegbringen), schlage ich dann täglich gegen 9:30 endlich auf der Arbeit auf. In »meiner« Bibliothek nämlich. Ja, ihr lest richtg: Ich bin Bibliothekarin.

Und wie kommt man zu sowas?

Meine Antwort darauf ist: Berufsberatung. Nach meinem Abitur stand nur fest, dass ich etwas mit Büchern studieren wollte. Da gab es nur zwei Möglichkeiten. Das eine war ein Studium in Bibliotheks- und Informationswissenschaften das andere war ein Kunststudium für Buchkunst. Da ich trotz einem Leistungskurs in Kunst einfach nicht gut genug war, habe ich dann einfach das andere gemacht.
Schon im Studium habe ich mich gerne mit Webdesign beschäftigt. Das traf meine künstlerische Ader und vor allem auch meinen Hang zum Perfektionismus. Schon pixelkleine Verschiebungen stechen mir ins Auge und sind im Code so einfach zu beheben! Leider saß ich, mit meinem Diplom in der Hand, nach dem Abschluss trotzdem erst einmal auf der Straße, völlig ohne Job. Und was macht Frau dann, wenn sie es nicht leiden kann, gar nichts zu tun? Genau: Sich bewerben. Neben den üblichen Bewerbungen im Bibliothekswesen hatte ich aber noch die grandiose Idee, mich auch für ein Zweitstudium zu bewerben. Dumm herumsitzen liegt mir nicht. Ich wollte also etwas Sinnvolles machen und mich gleichzeitig bewerben. Ein halbes Jahr hing ich rum ohne, dass meine Bewerbungen einen Erfolg gebracht hätten – zumindest nicht die als Bibliothekarin. Aber eine Uni nahm mich mit offenen Armen zwei Wochen vor Semesterbeginn in meinem Wahlstudiengang Humanmedizin auf.

Die Leichen sezierenende Bibliothekarin

Zur Erklärung für alle, die sich nun wundern: Ich habe eine medizinische Vorprägung. Ich bin Ärztinnentochter und habe somit auch schon immer einen Hang zur Medizin gehabt. Es war also nicht ganz so abwegig Medizin zu studieren, wie es im ersten Moment klingt.
Zwei Wochen waren nun aber nicht viel Zeit, um umzuziehen. Ein Glück nur, dass mich gerade die Uni aufgenommen hatte, die in erreichbarer Nähe zu meinen Eltern liegt. Mein Mann war zur gleichen Zeit mit seiner ersten Ausbildung fertig und so schafften wir es wirklich innerhalb dieser zwei Wochen vor Studienbeginn in eine Wohnung zu ziehen, die ungenutzt im Haus meines Vaters zur Verfügung stand. Und dann begann das erste Mal in meinem Leben richtig Stress. Das Medizinstudium war Stress pur. Ich paukte zum zweiten Mal in meinem Leben sämtliche Naturwissenschaften durch und die Anatomie des Menschen. Ohne den Anatomiekurs hätte ich wahrscheinlich noch weniger als nicht ganz zwei Semester durchgehalten. Doch da ich dabei meinen ursprünglichen Plan, mich während des Studiums weiterzubewerben, nicht durchhalten konnte und auch nicht ernsthaft vor hatte, Ärztin zu werden, sondern viel mehr darüber in einer medizinischen Bibliothek hatte Fuß fassen wollen, gab ich das Studium auf und landete in meinem ersten Minijob.

Führerscheinlos in der Autowerkstatt

Letztlich fand ich mich, dank meines Vaters, in dem Büro seiner Werkstatt wieder. Es war die Zeit meiner ersten Schwangerschaft und er brauchte dringend eine Bürokraft; jemanden, der mitdenken konnte und der sich seine Arbeit am besten auch noch selbst suchte.
Und das tat ich. Ich bastelte an der Werkstatthomepage und baute mein Wissen im Webdesign aus. Nachdem mein Sohnemann auf der Welt war und ich mich von der Geburt erholt hatte, begann ich auch wieder, mich zu bewerben.

Endlich in der Bibliothek

Nach mehreren Bewerbungsanläufen landete ich schließlich in »meiner« Bibliothek. Der Zufall wollte es, dass auch diese ohne Umzug für mich erreichbar war. Die simple Tatsache, dass ich autodidaktisch arbeitete und mir einfach selbst die nötigen Kenntnisse im Webdesign erworben hatte, qualifizierte mich für den Job, den ich heute noch mache.
Leider hat sich meine Vorgabe »etwas mit Büchern« zu machen in meinem Beruf nicht gänzlich erfüllt. Ich habe nämlich für gewöhnlich keine Bücher in der Hand, sondern sitze am PC und programmiere mit Javascript, schreibe News oder Anleitungen und gestalte diverse Kleinigkeiten. Systembibliothekar nennt sich so etwas heute. Und nein, ich hätte mir zu Schulzeiten niemals träumen lassen, dass ich einmal programmieren würde. Auch nicht während meines Studiums. Aber mir gefällt es.

Und wie ist das mit der Vereinbarkeit?

Tja, was meinen Beruf angeht, hatte ich bis letzten September zum Glück wenig Probleme mit der Vereinbarkeit. Der einfache Grund dafür hieß: Hausmann.
Nachdem ich das Medizinstudium aufgegeben hatte, hing es nur noch davon ab, wer zuerst einen Job findet, um zu entscheiden, wer bei Sohnemann zuhause blieb. Ich fand zuerst den Job – und mein Mann hatte fortan all die Probleme, die man als Elternteil hat, wenn man ein Kind zuhause hat und vielleicht doch irgendwo einen Fuß in die Tür der Arbeitswelt bekommen will. Außerdem hatte mein Mann schlicht die falsche Ausbildung gemacht und wenig Motivation in seinem Beruf letztlich auch zu arbeiten. Mir fiel also die Ernährerolle zu. Und ich kann nur sagen: Ich hasse sie! Sein eigenes Geld zu verdienen ist eine Sache. Es fühlt sich auch gut an. Aber alleine das Geld zu verdienen und abwägen zu müssen, wie viele Stunden ich unbedingt arbeiten muss, um unseren Lebensstandard aufrechtzuhalten und dabei aber trotzdem noch genug Zeit für die Kinder zu haben, ist nochmal etwas anderes. Denn auch wenn ich gerne arbeite, meine Kinder sind mir einfach wichtiger. Als Hausfrau würde ich mich allerdings sicherlich auch nicht wohl fühlen. Ich brauche einfach ein gutes Mittelmaß.

Dass es hier läuft, hängt jedoch auch mit großem Glück in vielen Dingen zusammen. Von der Wohnung über verständnisvolle Chefs und Kollegen, bis hin zu meinen Verwandten, die uns immer so wunderbar unterstützt haben. Ohne all das wäre ich wahrscheinlich schon lange am Boden zwischen all dem, was ich will und was ich muss. Denn die Unterstützung von Seiten des Staates hält sich jetzt, wo mein Mann eine zweite Ausbildung macht, leider in Grenzen. Zwar bekommt er einen Bildungsgutschein, doch dieser deckt vielleicht gerade Mal die Hälfte der Kosten. Trotzdem ginge es ohne diesen gar nicht, denn die ersten zwei Jahre als angehender Erzieher verdient mein Mann nichts, kann aber nicht wie vorher die ganze Zeit für die Kinder da sein. Die müssen in der Nachmittagsbetreuung untergebracht werden und die gibt es ja bekanntlich nicht umsonst.

Das größte Problem: Der falsche Kindergarten

Töchterchen ist nicht in unserem Wunschkindergarten gelandet. Stattdessen geht sie im Nachbarstadtteil in den Kindergarten. Nun habe ich ja bereits schon geschildert, dass ich nicht Auto fahre. Bis letzten September hat es mir nichts ausgemacht. Bis selbst ich Autohasserin begriff, für wie selbstverständlich es gilt, ein Auto zu haben, selbst in einer doch recht großen Stadt wie unserer mit eigentlich guten Verkehrsanbindungen.
Aber die Verkehrsanbindungen sind nicht gut genug. Eine halbe Stunde brauche ich morgens, bis ich Töchterchen im Kindergarten abliefern kann. Da macht es wenig Unterschied, ob wir mit dem Bus fahren oder mit dem Rad. Als Pendlerin muss ich dann rennen, um am Bahnhof meinen Zug zu bekommen. Und das ist noch weit einfacher, als die Situation, wenn ich Töchterchen abholen muss. Denn ja, auch mein Mann muss in die entgegengesetzte Richtung. Nun ist es aber leider nicht so einfach, von unserem Hauptbahnhof oder von der Schule meines Mannes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad pünktlich am Kindergarten zu sein. Nicht, wenn man bedenkt, dass weder ich – und trotz all der Flexibilität, die ich glücklicherweise in meinem Job habe – einfach weniger arbeiten kann, als ich wöchentlich muss, noch mein Mann seinen Unterricht versäumen sollte. Eine Verlängerung der Kindergartenzeit können wir uns allerdings nicht leisten. Wir werden schon ein Problem bekommen, wenn die Betreuungskosten im nächsten Jahr, wie angekündigt, steigen werden.
Für einen Kindergartenwechsel haben wir bisher jedoch eine Abfuhr erhalten. Dabei wäre unser Wunschkindergarten sogar von der Verkehrsanbindung ideal. Aber es zählt eben nur, dass all das möglich wäre, hätten wir ein Auto. Und so steht mittlerweile auch wieder eines vor der Wohnung auf der Straße – und selbst ich muss zugeben, dass ein Auto entlasten ist.

Und wo bleiben da die Kinder?

Tja, das frage ich mich in der letzten Zeit oft. Ich habe doch nicht zwei Kinder in die Welt gesetzt, um am Ende kaum noch etwas mit ihnen zu tun zuhaben?
Unser Tagesablauf hat sich im letzten Jahr radikal geändert. Ich kochte unter der Woche nicht mehr abends. Die Kinder Essen in der Betreuung warm, dann brauche ich mir nicht mehr Mühe machen, als Abends noch Brote zu schmieren und Obst zu schneiden. Kleinigkeiten für mich sind schnell zubereitet. Wir essen also noch zusammen und dann ist der Tag quasi auch schon gelaufen. Ich bin abends einfach nur noch fertig und meinem Mann geht es nicht besser. Alles, was ich mit meinen Kindern mache, verlagert sich auf das Wochenende; einen Tag, an dem ich mir die Kinder schnappe und einfach irgendetwas mit ihnen unternehme und wenn es nur ein langer Spielplatzausflug ist.
Irgendwie zwischendurch wird dann auch noch ein ganz klein wenig Hausarbeit erledigt.

Fällt noch irgendwem auf, dass an diesem Konzept irgendwas nicht so ganz stimmen kann? Die große Frage, die ich mir da stelle, ist: geht das nur uns so? Sind nur wir so unfähig, den ganzen Alltag zu meistern? Geht es nur uns so, dass keiner von uns am Ende mehr die Energie hat, mit den Kindern zu reden oder auch nur zuzuhören, was sie zu sagen haben? Geht es nur uns so, dass die ganze Woche einfach nicht genug Zeit ist, sich wirklich mit den Kindern zu beschäftigen?

Der Wunschtraum Autorin

Es gibt in all dem Tagesstress noch eine kleine Zeitspanne, die mir so wichtig ist, dass ich versuche sie im (fast) jeden Preis zu halten. Mein Name Möchtegernautorin kommt nicht von irgendetwas. Ich habe so viele Hobbys zwischenzeitlich aufgegeben, doch das Schreiben hat sich gehalten. Es war sogar so wichtig, dass ich während meiner Schwangerschaft mit Sohnemann beschloss, es wirklich ernst zu nehmen und zu lernen. Denn dieses Hobby, dass ich im Moment wirklich in den geringsten Zeitfenstern ausübe, die ich mir im Laufe des Tages schaffen kann, ist das, was ich eigentlich wirklich will. Ich will schreiben! Ich will mein Buch in der Buchhandlung stehen sehen! Oder besser noch meine Bücher?
Dreißig Minuten habe ich dazu täglich. Dreißig Minuten am frühen Morgen, in denen ich versuche, mir etwas aufzubauen, dass veröffentlichungswürdig ist und das ich an einen Verlag schicken kann. Ich mache mir nicht die Illusion davon leben zu können. Ich weiß, dass ich auch weiterhin werde arbeiten gehen müssen; dass ich weiterhin arbeiten gehen möchte! Aber mein erklärtes Ziel ist es, etwas in einem guten Verlag zu veröffentlichen.

Und ganz vielleicht klappt es ja doch. Vielleicht werde ich ja doch Bestsellerautorin und kann mir ein kleines Schreibbüro leisten, in der Nähe von Töchterchens zukünftiger Schule. Dann wäre ich so flexibel, wie man nur sein kann, könnt schreiben so viel ich will und hätte all die Zeit, die ich wirklich haben will für meine Kinder. Wäre das nicht toll?

 

Zuletzt

Ja, das bin also ich: Vollzeitmutter, Teilzeitbibliothekarin und Möchtegernautorin 🙂 Dies sind die drei wichtigsten Eckpfeiler meines Lebens und meines Alltags – und fragt bloß nicht, wo ich da noch das Stricken unterbringe.

 

Die KiTas streiken und keinen interessiert es?

Zumindest ist genau das der Eindruck, den ich in den letzten Wochen gewonnen habe.

Seit dem 8. Mai streikt unsere Kindertagesstätte bereits. Sie streiken, weil sie für ihre Aufgaben, ihre Verantwortung und den täglichen Stress besser bezahlt werden wollen. Eine Forderung, die ich als Mutter nachempfinden kann. Alle Eltern sollten das, denn alle Eltern wissen, wie stressig Kindergartenkinder sein können. Dazu kommen allerhand Pädagogische Aufgaben, die Erzieher mittlerweile erledigen. Und wer will sein Kind schon bei inkompetenten Betreuern abgeben?
Nein, der Grund des Streiks ist mir sehr einleuchtend. Und hier ist es ein Glück, dass mein Mann arbeitslos zuhause sitzt und ich nicht auf unabsehbare Zeit Urlaub nehmen oder auf die Elterninitiativen zurückgreifen muss – denn das ist über Wochen hinweg ein organisatorischer Kampf.

Was mich aber an dem ganzen Kita-Streik stört ist eine Sache: Wo sind die Medien? Bin ich einfach zu blind, um zu sehen, wie darüber berichtet wird? Bin ich zu verwöhnt vom vorangegangenen Bahnstreik, der in allen Mündern und Medien auftauchte? Oder interessiert es die Presse wirklich nicht, dass viele Eltern von diesem Streik betroffen sind?

Diese Fragen kann ich nicht beantworten. Aber eines weiß ich: Der Job, den Erzieher machen empfinde ich als weit wichtiger, als meinen eigenen. Er ist noch dazu stressiger und von Personalmangel betroffen. Erzieher singen und musizieren, basteln und malen, spielen und fördern. Sie sind Vertrauenspersonen und machen noch so viel mehr. Trotzdem verdienen sie weit weniger als ich es tue. Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit?

Mehr noch: Es geht doch hier um unsere Kinder! Auch ich hatte natürlich schon den Gedanken, dass die Eltern ihre Kinder doch einfach bei den Entscheidungsträgern absetzten sollten, damit diese einmal live erleben könnten, wie viel wirklich im Beruf der Erzieher steckt. Aber ganz ehrlich? Welche Eltern würden es wagen, die eigenen Kinder bei Wildfremden abzugeben, die sicherlich nicht in der Lage sind für eine kompetente Betreuung zu sorgen? Vermutlich gibt es keine Eltern, die das wirklich tun würden.

Die richtigen Leidtragenden sind im Moment jedenfalls vor allem die Kinder. Kinder, die nicht in den Kindergarten gehen dürfen, die nicht mit anderen Kindern spielen können, auch wenn sie es wollten, die in den Elterninitiativen täglich von jemand anderem betreut werden, die aus ihren Gewohnheiten herausgerissen werden. Aber wenn interessiert es schon, wenn Kinder nicht vernünftig betreut werden, so lange es doch offensichtlich dank der Eltern auch ohne Kindertagesstätten geht? Für unsere Kinder ist kein Geld mehr da, das wurde ja schon alles in die Banken investiert.

Interessante Infos:

Zeit: Das müssen Eltern über den Kita-Streik wissen

tagesschau.de: Den letzten beißen die Hunde

Draußen nur Kännchen: KiTastreik

Kindergartengeschichte: Lukas ist zu schrecklich

Vor einiger Zeit bin ich über eine Kurzgeschichte in meinem Gedankensplitter-Blog gestolpert, die ich zu den Kindergartenzeiten für Sohnemann geschrieben hatte. Ich hatte mehrere geschrieben, allerdings nur diese eine vernünftig ausgearbeitet und sie in meinen Blog gestellt.
Und da das Thema Kindergarten dank Töchterchen nun wieder präsent ist, passt die Geschichte auch hier herein 🙂

Also, viel Spaß beim (Vor)Lesen der Kindergartengeschichte Lukas ist zu schrecklich.